So hamma gspuit - 1:0 in Hannover

The Walking Red

So hamma gspuit – unter diesem Motto lest Ihr hier nach jedem Bundesliga-Spieltag einen bairischen Spielbericht. Hamma wieda gwunna, wia se des ghert? Oda hamma valuan, wos beim Fuaßboi hoit a moi bassiern ko? Heit vazai ma Eich, wos am siebzenntn Spuidog gscheng is, beim Oansnui drom in Hannover.

Aus is und gar is, und schad is, dass wahr is! Fuaßboimassig is Zwoadausndfuchzehn fia uns glaffa.

Es war a Jahr fast wia gmoit – mia san zum fünfazwanzigstn Moi Moasta worn, mia san mit unsre Deandl drom am Rathausbalkon in Minga gstandn, am scheenstn Plotz vo da ganzn Wait. Mia ham oft gnua Fuaßboi zum Zungaschnoizn gspuit. Und mia ham Spiele segn derfa, vo denen vazai ma no unsre Kinder, und de Kinder vo unsre Kinder. Mia dengan do ans Sechoans gega Porto, oder am Lewy seine fünf Heisl gega Wolfsburg. Da hast zuagschaut, und hast da denkt: Spinn i, oder bin i jetz im Himmi?

Mia kennan bloß sakrisch Dangschee sogn zua Mannschaft und zua unserm Trainer. Mia ziagn an Huat, was ihr heia auf’d Fiaß gstait habt’s! So guat und so narrisch schee wia unterm Pep hamma no nia gspuit – und mia gfrei uns wia d’Sau auf’d zwoate Haiftn vo dera Saison.

Zum Schluss hamma no auf Hannover nauf miaßn. Vui war ma nimma, bloß no drei Leit auf da Bank – es is Zeit worn fia Weihnachten und fian Urlaub, des kennt’s uns fei glamm. Mit da allerletztn Kraft, mit de letztn Buam, de wo no laffa ham kenna, hamma uns ins Ziel plogt, schwankende Gestalten, so a bissl Zombie-massig wia im Fernsäha bei „The Walking Dead“. Oiso quasi „The Walking Red“.

As Spui? Miass ma ned vui dazua sogn. Hot scho basst. Mia ham in da erstn Haiftn guad gspuit, mia ham an Haffa Schaasn ghabt, zwoamoi da Lewy, zwoamoi da Müller Thomas – bloß ins Heisl woit da Boi ums Varrecka ned eine. Bis zua Vierzigstn: Flanke vom Coman, da Schulz vo Hannover mitm Arm dro – klarer konn a Aiffa ned sei. Da Lewy hätt gern gschossn, aber da Thomas hot eahm deit, „Oida, des konnst da verreibn“, und hot saiba zum Oansnui troffa.

In da zwoatn Hoibzeit war’s a zaache Gschicht. Aba wisst’s wos: Hau ma a Ei drüber, und gfrein uns, dass jetzt erst amoi a Ruah is. Und vui wichtiger war eh, was se vo de Leit her bei uns duad: Da Müller Thomas, da Boateng Jérôme, da Martínez Javi und da Alonso Xabi ham valängert, mit eahna hamma no lang unsa Freid.

Am Pep leida nimma, eahm ziagt’s weida, was sakrisch schod ist. Auf da andern Seitn kriagn ma mit Ancelotti Carlo an bestn Trainer, den wo’st da bloß wünschen kannst. Wenn da Pep geht, und da Carlo kimmt – des is fast a so, wia wenn d’Watson Emma, de Scheene vom Potter Harry, bei Dir dahoam ausziagt, und glei am andern Dog ziagt dafia d’Lawrence Jennifer ei. Mei, ham’s mia schee beim FC Bayern!

Stimma zum Spui

Pep Guardiola: „Auf meine Buam konnst de hoit valassn. De ham’s as ganze Jahr narrisch guat gmacht, in da Bundesliga, in da Champions League, und im Pokal scho a. Zletzt ham uns an Haffa Leit gfait. Und heit hamma bloß no gschaugt, dass uns am Schluss ned no dabreslt.“

Thomas Müller: „Mia ham scho gewusst, dass des heit ned vo saiba geht. Mia ham no moi ois ausseghoit, was ma ham, beim letztn Juchhe! A Schützenfest schaugt anders aus – aber mia daugt’s narrisch, wenn da da Bleschl scho gscheid aussehängt, und dann gwinnst a no as letzte Spui.“