So hamma gspuit - 3:0 gegen Frankfurt

Auf dem Ohrwaschl samma dorat

So hamma gspuit – unter diesem Motto lest Ihr hier nach jedem Bundesliga-Spieltag einen bairischen Spielbericht. Hamma wieder gwunna, wia se des ghert? Oda hamma valuan, wos beim Fuaßboi hoit a moi bassiern ko? Heit vazai ma Eich, wos am vierazwanzigstn Spuidog gscheng is, beim Dreinui dahoam gega Frankfurt.

Wenn ma koane Ohrwaschl hättn, dann dad ma rundum lacha. As Dreinui gega an Kovač Niko seine Frankurter war Zwoadausndsiebzenne unser zehnter Sieg im zwoiftn Spui, verlorn hamma no überhaupts ned. Recht vui mehra konnst ned valanga.

Fia’n Carlo war’s am Samsdog gar ned so leicht, dass er d’richtige Mannschaft findt – vor lauter guade Spieler! Wei bis aufn Bernat Juan, dem wo a bissl wos weh duad, san olle bumperlgsund, neamads fait. Dass ma des nomoi erlebn derfa, des hätt ma uns a ned dacht! Am Boateng Jérôme geht’s a wieder guat, er hot gega Frankfurt aber zerst amoi draußn wartn miassn.

Mit so am scheena Kader hätt ma am Anfang ruhig a bissl besser spuin derfa. D’erste hoibe Stund war nix, da miass ma uns ganz ehrlich sei. Und in da neinzenntn Minutn hätt Frankfurt as Oansnui macha kenna. A wo – wos redn ma denn? Frankfurt hätt as Oansnui macha miassn! Da Hrgota vo Schweden drom roaffet alloa auf unser Heisl zua, spuit an Manu aus, und da Kas is so guad wia bissn. Aber Pfeifadeggl: Vo hint kimmt da Hummels Mats daher, is hinterm Hrgota her wie da Deife hinter da liabn Sai – und krampfet eahm mit da bestn Grätschn vo de letzn zwanzg Johr no an Boi. Ja bist du narrisch, wia is’n des jetz ganga? Da haut’s ma ja an Stopsl naus!

Boin ghabt ham d’Frankfurter bei uns in Minga ned. Aber mit da Zeit samma dann doch besser ins Spui einekemma. Und in da Simmadreißigstn war’s dann soweit: Scheene Kombination vom Martínez Javi, vom Lewy und vom Müller Thomas, der wos an Boi zruckbringt zum Lewy – und unser Tormaschin’ macht as Oansnui. Grod amoi vier Minutn späda schickt da Vidal an Alaba, da David bringt an Boi zum Costa Douglas – nix zum Hoitn fia’n Hradecky im Tor vo de Frankfurter, und mia gengan mit am Zwoanui in d’Hoibzeit.

Zwoate Haiftn hamma dann a bissl d’Brems neighaut, vui is nimmer zammganga. Schee war, wia da Boateng Jérôme in da Fünfasechzigstn einekemma is. Da ham se olle narrisch gfreit – genau wia beim Dreinui vom Lewy in da Fünfafuchzigstn, nach ana Flankn vom Robben Arjen. 

Jetzt hamma fünf Moi hintaranand gwunna in da Bundesliga. Und wei Leipzig dahoam gega Wolfsburg mit unserm oidn Freind, am Jonker Andries, verlorn hot, samma jetz zehn Punkte voraus, und zehn Spiele san no zum Spuin. So an Vorsprung hot no nia a Mannschaft hergebn. Und vui Leit verzapfan jetzt, mia warn scho Moasta. Aber des is a Krampf, mia miassn no nach Gladbach, nach Hoffenheim oder nach Leipzig, des werd no a Haffa Arbat. Wenn ma jetz scho glaubn, dass ma Moasta san, dann scheißt’s uns am Schluss in d’Hand. Stimmt’s, oder hamma recht?

Stimma zum Spui

Carlo Ancelotti: „Heit war a Dog wia gmoit fia uns. Mia ham gwunna, d’andern ham valorn, des komma lassn. D’erste Hoibzeit war trotzdem a zaache Gschicht. Da war Frankfurt besser ois wia mia. Und wenn ma uns ehrlich san, hätt ma in da Hoibzeit ned Zwoanui vorn sei derfa. Zwoate Haiftn war besser, da hamma an Dreier schee hoambracht. Aber Moasta samma no lang ned, auf dem Ohrwaschl samma dorat.“

Thomas Müller: „Am Anfang hamma uns sakrisch hart doa, da samma a bissl nebn de Fiaß gstandn. Aber wenn Frankfurt nix draus macht, dann kemma a nix dafia. Späda hamma zoagt, wos ma kenna, und ham gwunna. So schaugt’s aus!“