So hamma gspuit - 0:2 in Berlin

Hättn, hättn, Radlkettn

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So hamma gspuit! Unter diesem Motto lest Ihr hier nach jedem Bundesliga-Spieltag einen bairischen Spielbericht. Hamma wieder gwunna, wia se des ghert? Oder hamma valorn, was beim Fuaßboi hoit a moi bassiern ko? Heit vazai ma Eich, was am sechstn Spuidog gscheng is, beim Nuizuzwoa drom in Berlin.

So samma ins Spui ganga

As Spui bei da Hertha war jetz scho as dritte innerhoib vo sechs Dog. Mia miaßn ganz schee ackern momentan, aber des is uns grad recht. Dass des in Berlin fia unsre Burschn a Bluatsarbad werd, hamma eh davor scho gwusst. Wei d’Hertha, des is koa Bamperlmannschaft, des san koane Brunzkartler, de kennan richtig wos. Und ned ummasunst hamma scho seit zwoa Joahr nimma gega d’Buam vom Dárdai Pál gwunna. Bei so vui Spiele auf oan Sitz is’ ja logisch, dass da Niko wieder dauschn muaß. Nei einekemma, wenn’st as mit da Aufstellung beim Oansoans gegan FCA vagleichst, san da Alaba David, da Boa, da Thiago, da Lewy und da Ribéry Franck.

Des is gscheng

Bei da Hertha hast vo Anfang o gspiat: De fiachtn se ned vor uns, de scheißn se nix. De san hoch gstandn, de ham druckt. Aber so nach ana Viertlstund ham mia scho a unsre Schaasn ghabt, da fait se nix. Da Boa und da Lewy hättn leicht as Oansnui macha kenna. Aber, wia ma so schee sagt: Hättn, hättn, Radlkettn! Wei as Heisl, des ham ned mia gmacht, des hat d’Hertha gmacht. Mia stain uns in da Dreiazwanzigstn hint aweng dotschert o, es gibt an rechtn Ballawatasch, a Durcharanand – und da Fritz Marco, da Schiri, gibt an Aifa. Und da Ibisevic is ausbufft gnua, dass a as Oansnui fia’d Berliner macht. Und scho war ma hint.

Bis zur Hoibzeit hamma dann recht nette Schaasn ghabt, ned zletzt vom Josh und vom Arjen. Aber wenn ma uns ehrlich san: Wettn hat ma ned miaßn aufs Oansoans, grad in da Berliner Luft glegn is ned. Und statt dass ma mit am Heisl vo uns in d’Kabine gengan, machan d’Berliner in da Vieravierzigstn pfeigrad as Zwoanui. Es war a scheene Kombination vo da Hertha – und da Duda naglt an Boi aus sechs Metta unter d’Lattn. Da hamma dann fei ganz schee gsprengt gschaugt.

In da zwoatn Hoibzeit is ned recht vui anders weidaganga. Mia ham uns plogt, mia ham ois prowiert, und mia ham a unsre Schaasn aussegspuit. Da Müller Thomas, da Lewy oder da Gnabry Serge ham as Tor fia uns am Fuaß drom ghabt. Aber lichterloh brennt hat’s nia ned im Strafraum vo da Hertha. Und a Heisl fia uns hat an dem Dog ums Varecka ned foin woin. Boanig und zach war’s, und am Schluss hat uns d’Hertha den Dreier abgluxt. Da kemma bloß an Huat ziagn und schaugn, dass ma’s as nächste Moi besser machan.

Ja und was hoaßt des jetz?

Logisch kast uns des o, wer verliert scho gern? Am Schluss hamma gschaugt wia da Breitigam beim Brautvaziagn – ja zefix, wo is a jetzad hi, da scheene Dreier? Aber: Ned amoi mia kennan an jedn Gegner abbürschtln. Und as Guade is, wia scho da Herberger Sepp selig gwusst hat: Nachm Spui is vorm Spui. Und jetz schaugn ma, dass ma’s glei am Diensdog in da Champions League dahoam gega Ajax besser machan – und dass’ gega’d Holländer koane soichanen Fisimatenten gibt.

Stimma zum Spui

Da Kovac Niko: "Wennst deine Heisl ned machst, dann kannst a ned gwinna. Alle zwoa Tore vo da Hertha warn so überflüssig wiara Kropf. Und wennst solche Fehler machst, dann bratzln’s di, so is des in da Bundesliga. Mia ham ned amoi schlecht gspuit. Aber mia miaßn vorn treffa, des is as Auf und Um beim Fuaßboi. Aber wer uns kennt, der woaß, dass ma des ned auf uns sitzn lassn. Mia wern weida arbadn, mia wern des abbeitln, und dann wer ma wieder gwinna."

Da Neuer Manuel: "In da erstn Hoibzeit war ma dramhappad, des in dann in da zwoatn Haiftn besser worn. Da hast dann scho gspiat, wia se da Wind draht, und wia ma partout no gwinna woin. Logisch miaß ma vornad unsre Kistln macha, des war ja scho gegan FCA so. Des is uns heit abganga, und da dafia hamma biaßn miaßn."