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Das Grünwalder Stadion

Mit dem Umzug ins Grünwalder Stadion trugen die Bayern 1925 dem großen Zuschauerinteresse an ihren Spielen Rechnung. Das 1911 erbaute Stadion an der Grünwalder Straße war gerade auf 24.000 Plätze erweitert worden und wurde auch von anderen Münchner Klubs als Heimspielstätte genutzt. 30.000 Zuschauer sollen im April 1926 beim 4:3-Heimsieg gegen die SpVgg Fürth im Stadion gewesen sein. Und sogar 52.000 Zuschauer sind für das Oberliga-Spiel im Oktober 1961 gegen den 1. FC Nürnberg (1:1) überliefert - der Zuschauerrekord des FC Bayern im Grünwalder.

Insgesamt 47 Jahre lang trugen die Bayern ihre Heimspiele an der Grünwalder Straße aus. Nur als das Stadion 1943 im Krieg zerstört wurde, wichen sie gezwungenermaßen aus ins Dantestadion (1943-44), auf den Sportplatz an der Schlierseestraße (1944-45) und auf den Platz der Hypobank an der Grünwalder Straße.

Die erste große Bühen für Beckenbauer & Co.

Mit dem Grünwalder als Heimspielstätte schwang sich der FCB zu nationaler und internationaler Bedeutung auf. Der Bundesliga-Aufstieg (1965), die ersten drei Deutsche Meisterschaften (1932, 1969, 1972), die ersten vier DFB-Pokal-Siege (1957, 1966, 1967, 1969) und der erste Europapokal-Triumph (1967) der Klubgeschichte fallen in die Grünwalder Ära. Und nicht zu vergessen: Das Stadion war die erste große Bühne für das spätere Ausnahme-Team um Franz Beckenbauer, Gerd Müller und Sepp Maier, für die mit dem Umzug ins Olympiastadion im Sommer 1972 eine neue, moderne Zeitrechnung begann.

Auch heute noch tragen mit den Amateuren, der U19 sowie den Bundesliga-Frauen mehrere FCB-Teams ihre Heimspiele im Grünwalder aus, das 2012/13 drittligatauglich saniert wurde und jetzt 12.500 Zuschauern Platz bietet.