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Der Boss spricht!

Die Highlights aus dem Chat mit Karl-Heinz Rummenigge

Freitagmittag, 12.00 Uhr: High noon an der Säbener Straße. Nach fast dreijähriger Pause fand auf der fcbayern.de erstmals wieder ein Live-Chat statt. Im Premiumkanal FCB.tv eröffnete Karl-Heinz Rummenigge, der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern höchstpersönlich, die Live-Chat-Saison.

Die Resonanz von Seiten der Bayern-Fans war enorm. Über 500 Fragen gingen innerhalb der 30 Minuten Chat-Dauer ein - klar, dass Rummenigge nur eine kleine Auswahl dieser Fragen beantworten konnte. Die wichtigsten Aussagen des Bayern-Chefs haben wir nachfolgend zusammengefasst.

Karl-Heinz Rummenigge über…

…die nächsten Aufgaben: „Ich hoffe, dass wir die Probleme, die wir in den letzten beiden Auswärtsspielen hatten, dass wir die abstellen können. Wir müssen da schnell unsere alten Tugenden auspacken, damit wir auch den Bundesligaalltag bestehen. Dazu wird notwendig sein, dass wir konzentrierter, engagierter und mit größerem Willen zu Werke gehen, um unsere Ziele am Saisonende zu erreichen.“

…die Ziele in der Champions League: „Unser Ziel ist jetzt Gruppenerster zu werden und damit im Achtelfinale das erste Spiel auswärts zu spielen, das ist schon ein enormer Vorteil. Das ist das erste Ziel, danach wird man weitersehen. Ich glaube, wir tun ganz gut daran, die Hürde in der Champions League nicht zu hoch aufzubauen.“

…die aktuelle Torflaute: „Ich bin kein Freund davon, nur die Stürmer zu kritisieren, wenn nicht ausreichend Tore erzielt werden. Es ist ein Fakt, dass Stürmer in Szene gesetzt werden müssen. Deshalb glaube ich ist die ganze Mannschaft gefragt, kreativer zu spielen und die Stürmer in bessere Position zu versetzen. Das gleiche gilt übrigens auch für die Abwehr, wo die Stürmer gefragt sind, nach hinten mitzuarbeiten.“

…den geplatzten Transfer von Owen Hargreaves nach Manchester: „Das Angebot war ohne Frage sehr gut. Wir haben es aus zwei Gründen nicht angenommen: Erstens ist er ein extrem wichtiger Spieler auf der Sechser-Position vor der Abwehr mit wunderbaren Talente. Ich glaube, er ist auf dieser Position einer der besten Spieler in Europa. Zweitens ist es auch ein steuerliches Problem: Wir hätten zwar 25 Millionen bekommen, wenn wir diese jedoch in Transfers reinvestiert hätten, hätten wir einen Überschuss von 15 bis 20 Millionen gehabt, den wir hätten versteuern müssen. Wir hätten also einen guten Spieler verloren, viel Steuern darauf zahlen müssen und ob wir einen gleichwertigen Ersatz gefunden hätten, ist auch nicht sicher. Die Entscheidung die wir jetzt gefällt haben ist die bessere.“

…Neuzugang Mark van Bommel: „Er ist ein sehr guter Spieler und ein guter Typ, eine Persönlichkeit mit Stil und Niveau. Er ist offen, sehr höflich und wie man bei seiner Entscheidung mit der holländischen Nationalmannschaft sieht, auch ein sehr konsequenter Mensch.“

…Sebastian Deisler und Andreas Görlitz: „Beide haben lange Zeit aussetzen müssen, wichtig ist, dass sie wieder hergestellt sind. Das stimmt uns hoffnungsvoll, dass beide ihre alte Klasse und ihre alte Qualität wiederbekommen. Wir können beide Spieler sehr, sehr gut gebrauchen.“

…Julio dos Santos: „Er hatte bis dato kaum Einsätze und wir werden ihn in den nächsten Monaten beobachten. Es macht keinen Sinn, einen Spieler nur auf der Bank zu behalten, zumal wenn er aus Südamerika kommt, wenn er den Durchbruch nicht schafft. Da müssen wir uns in der Winterpause möglicherweise damit auseinandersetzen, ob wir ihn vielleicht ausleihen, damit er Spielpraxis erhält und beweisen kann, dass er ein guter Spieler ist.“

…eine mögliche Verpflichtung von Franck Ribery: „Wir hatten im Sommer sehr großes Interesse und haben uns dann eine Korb von Olympique Marseille eingefangen. Er ist ein interessanter Spieler, das hat man bei der Weltmeisterschaft gesehen, da ist sein Stern ja aufgegangen. Wir werden ihn weiter in Blickfeld behalten in der Hoffnung, dass es vielleicht irgendwann klappt, ihn zum FC Bayern zu holen.“

…seine Zukunftspläne: „Ich habe keine Pläne. Uli Hoeneß hat das konsequent entschieden, in drei Jahren die Nachfolge von Franz Beckenbauer als Präsident anzutreten. Ich hoffe, dass wir das irgendwie im Vorstand kompensieren können, weil Uli seit über 25 Jahren ein extrem wichtiger Mann für den Verein ist. Das wird nicht einfach sein. Was ich mache, weiß ich noch nicht. Meine Philosophie ist die, dass ich nicht unbedingt wissen muss, was in zwei oder drei Jahren ist. Ich lasse die Dinge in Ruhe auf mich zukommen.“

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