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Souverän ins Ligacup-Finale

Bayern machen Appetit auf mehr

Am Donnerstagmorgen war für die Ordner wieder mal Großkampftag an der Säbener Straße. Um die 1.500 Fans hatten sich bei herrlichem Sommerwetter eingefunden, um den Stars des FC Bayern beim Training zuzuschauen. Geduldig harrten die meisten anschließend aus, um das eine oder andere Autogramm abzubekommen - mit Erfolg. Die meistem Spieler schritten nach dem Duschen die lange Reihe vor dem Profihaus ab, jeder einzelne erhielt dafür dankenden Applaus.

Knapp zwei Wochen vor dem Saisonauftakt gegen Hansa Rostock scheint es so, als ob die Begeisterung rund um den FC Bayern tagtäglich anwächst. Verantwortlich dafür ist die Mannschaft von Ottmar Hitzfeld, die im Ligacup nach dem tollen 4:1-Sieg gegen Werder Bremen auch beim 2:0 gegen den Meister VfB Stuttgart eine souveräne Vorstellung ablieferte und nun am Samstag im Finale gegen den FC Schalke 04 nach dem ersten Titel greift.

Hoeneß warnt vor Überheblichkeit

„Wenn alle gesund sind, haben wir sicher eine tolle Mannschaft“, sagte Manager Uli Hoeneß am Mittwochabend im Gottlieb-Daimler-Stadion, um anschließend aber gleich auf die Euphoriebremse zu treten: „Wir sind gut beraten, nicht verrückt zu spielen. Wir dürfen jetzt nicht überheblich werden.“

Die tolle Frühform der Hitzfeld-Truppe dürfte aber auch ihm gefallen haben, zumal in Stuttgart mit Luca Toni, Miroslav Klose und Jose Sosa drei Top-Neuzugänge nicht zur Verfügung gestanden haben. Dafür hat sich Franck Ribery schon innerhalb kürzester Zeit in die Herzen der Fans und der Bayern-Verantwortlichen gespielt.

Ribery bringt alle ins Schwärmen

„Er ist ein Spaßfußballer, der eine unheimliche Ausstrahlung hat und eine Bereicherung für die ganze Bundesliga ist“, sagte Chefcoach Hitzfeld nach Riberys Gala-Auftritt gegen den VfB. Das erste Tor erzielte er selbst, beim zweiten war er an der Entstehung maßgeblich beteiligt. Gegen Bremen hatte er bereits zwei Tore gemacht.

„Ein sensationeller Fußballer“, schwärmte Nationalverteidiger Philipp Lahm von dem französischen Vize-Weltmeister. „Er kann aus dem Nichts explodieren und hat Spaß am Tore schießen“, freute sich Hitzfeld über die vielfältigen Qualitäten Riberys. „Ich hoffe, dass ich noch besser werde“, kündigte der torgefährliche Wirbelwind weiteres Steigerungspotenzial an. Ob schon am Samstag im Finale ist aufgrund eines Schlages aufs Knie allerdings noch fraglich.

Eine komplette Mannschaft mit vielen Möglichkeiten

Ribery sorgt derzeit für die spielerischen Highlights, aber es ist die ganze Mannschaft, die zu dieser frühen Zeit schon erstaunlich homogen auftritt. „Wir haben in allen Mannschaftsteilen ein gutes Spiel abgeliefert. Großes Lob an die Mannschaft, die viel gearbeitet hat“, sagte Abwehrspieler Daniel van Buyten. Die stark ersatzgeschwächten Schwaben hatten im ganzen Spiel nur eine nennenswerte Chance durch Cacaus 20-Meter-Schuss (50.).

„Es ist wichtig, dass man zu Null spielt. Das gibt der Abwehr Sicherheit.“, zeigte sich Hitzfeld über die Zu-Null-Vorstellung seiner Mannschaft erfreut. „Wir sind unberechenbar, das ist unsere Philosophie. Das macht uns so stark“, strich der erneut auftrumpfende Hamit Altintop die neue Bayern-Qualität heraus. „Wir haben einfach eine komplette Mannschaft und viele Möglichkeiten“, meinte Lahm. Das soll als nächstes auch der Schalke 04 zu spüren bekommen. Wenn dies gelingt, wird es am Sonntagmorgen an der Säbener Straße bestimmt besonders voll werden.

Für fcbayern.de berichtet: Dirk Hauser

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