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'Großes Talent'

Debütant Sosa macht Lust auf mehr

Besser hätte es für José Ernesto Sosa kaum laufen können: In seinem ersten Pflichtspiel für den FC Bayern beim 1:0-Erfolg des Rekordmeisters im Ligapokalfinale feierte der Neuzugang aus Argentinien gleich seinen ersten Titelgewinn. „Welch ein Debüt: Meister in seinem ersten Spiel in Deutschland. Ein Vergnügen, das nicht jedem zuteil wird“, titelte am Sonntag auch das argentinische Sportblatt „Olé“.

Eine Woche hatte der 22 Jahre alte Offensivspieler wegen einer Bänderdehnung im Sprunggelenk aussetzen müssen und damit sowohl das Viertel- als auch das Halbfinale im Ligapokal versäumt. „Natürlich war ich sauer, dass ich nicht spielen konnte“, so Sosa, der erst am Freitag ins Mannschaftstraining zurückgekehrt war und in Abwesenheit der angeschlagenen Franck Ribéry und Bastian Schweinsteiger seine Chance in der Startelf erhielt.

Sosa lässt sein Können aufblitzen

Auf der linken Außenbahn beginnend habe er zunächst „Probleme gehabt, seinen Rhythmus zu finden“, analysierte Trainer Ottmar Hitzfeld. Doch mit fortlaufender Spielzeit habe er sich „steigern und besser integrieren können. Da hat er auch ein paar gefährliche Pässe geschlagen.“ Zwar war „el principito“ (der kleine Prinz) nach seiner Trainingspause (noch) nicht in der Lage, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken, doch in Ansätzen ließ der technisch versierte Mittelfeldspieler sein Können aufblitzen.

„Er hatte durch die Umstellung von Argentinien zu uns ein bisschen Probleme, weil hier ganz anderes trainiert wird. Aber ich glaube, mittelfristig werden wir sehr viel Spaß mit ihm haben“, hatte Bayern-Manager Uli Hoeneß noch vor dem Anpfiff der Partie im Leipziger Zentralstadion gesagt. 90 Minuten später sah er sich in seiner Aussage bestätigt.

Zwei Schritte voraus

„Er ist ein Spieler, der Überraschungsmomente schaffen kann. Er denkt zwei Schritte voraus, von seiner Spielintelligenz können wir profitieren“, meinte auch Hitzfeld und lobte seinen Spieler mit der Rückennummer 20 als „großes Talent. Aber er ist noch nicht ausgereift. Er braucht noch etwas Zeit. Aber er ist ein überragender Spieler und wird sehr oft zum Einsatz kommen“, so Hitzfeld weiter.

In der 28. Minute hatte Sosa sogar den Führungstreffer für den FC Bayern auf dem Fuß, doch nach feinem Zuspiel von Zé Roberto brachte er nicht genügend Druck hinter den Ball. Das allerdings war ihm hinterher freilich egal. Nach dem Schlusspfiff war er „sehr glücklich, im wichtigsten Spiel dabei gewesen zu sein.“ Und es soll nicht der einzige Titel des José Ernesto Sosa beim FC Bayern bleiben.

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