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Luca Toni im Interview:

'Ich möchte endlich in die Allianz Arena'

Der Run auf den FC Bayern ist so groß wie vielleicht noch nie - auch wegen ihm: Luca Toni. 1,96 Meter groß, braun gebrannt und mit dem breitesten Lächeln nördlich der Alpen ausgestattet, verzückt der Italiener seit seinem Wechsel nach München die Fans.

Auch bei den Medien ist der 30-Jährige, der nach einem Faserriss in der Bizepssehne am Wadenbeinköpfchen des rechten Knies am vergangenen Samstag wieder ins Lauftraining eingestiegen ist, ein gefragter Mann. So viele Interview-Wünsche gingen auf der Pressestelle des FC Bayern ein, dass diese sich außer Stande sah, Einzeltermine zu vergeben. Stattdessen wurden Sammeltermine organisiert, in denen der Italiener mehreren Journalisten-Gruppen zur Verfügung stand.

fcbayern.de war auf einem dieser Termine dabei und fasst die wichtigsten Aussagen Luca Tonis zusammen. Unter anderem sprach der Italiener dabei über sein Comeback, seine neue Heimat München, Lederhosen und seine Lust auf die Allianz Arena.

Das Interview mit Luca Toni:

Frage: Wie geht’s Deinem Knie, Luca?
Toni: „Auf jeden Fall besser. In den nächsten Tagen habe ich noch einen Test beim Arzt. Wenn der gut ist, kann ich wieder spielen.“

Frage: Kannst Du zum Bundesliga-Auftakt am 11. August dabei sein?
Toni: „Ich tue mein Bestes, um dabei zu sein. Aber wir müssen abwarten und Tag für Tag prüfen, wie das Knie reagiert. Ich hoffe aber, dass ich jetzt alle Probleme überwunden habe.“

Frage: Während Du verletzt bist, spielt sich die Mannschaft ein. Wie schwierig ist es für Dich, dabei nur zuschauen zu können?
Toni: „Das ist sicher eine blöde Situation für mich. Die Mannschaft hat Erfolg und schon einen Pokal gewonnen, ich habe noch keine Minute gespielt. Das führt dazu, dass ich noch mehr Lust habe, loszulegen.“

Frage: Und den Bundesliga-Start kannst Du kaum erwarten?
Toni: „Ich freue mich, wenn es endlich los geht, denn dann muss man weniger trainieren. Ich möchte aber auch endlich in der Allianz Arena spielen. Man hat mir gesagt, dass das Stadion immer voll ist.“

Frage: Was kann der FC Bayern in dieser Saison erreichen?
Toni: „Wir haben eine starke Mannschaft. Am besten wäre es natürlich, wenn wir alles gewinnen würden, aber das Hauptziel ist erst einmal die Bundesliga. Im UEFA-Cup müssen wir sehen, weit zu kommen.“

Frage: Hast Du Dir eine bestimmte Zahl an Toren vorgenommen?
Toni: „Ich habe mir noch nie eine Zahl zum Ziel gesetzt, auch aus Aberglauben. Da ich immer viele Tore geschossen habe, wenn ich mir nichts vorgenommen hatte, werde ich mir jetzt auch keine Zahl zum Ziel setzen.“

Frage: Hattest Du während des Reha-Programms wenigstens Zeit, München kennen zu lernen?
Toni: „Ja, München ist eine sehr schöne Stadt, eine grüne Stadt mit vielen Tieren. Ich liebe Tiere. Besonders der Friedensengel gefällt mir gut. Außerdem kann man in München sehr gut essen. Ich habe schon einige Restaurants durchprobiert: japanische, thailändische…“

Frage: Hast Du mit Deiner Verlobten Marta inzwischen eine Wohnung gefunden?
Toni: „Wir sind im Zentrum fündig geworden. Jetzt ist meine Verlobte dran, sie muss viel arbeiten, weil sie die Wohnung einrichten muss. Während ich trainiere, sucht sie Möbel aus. Das ist nämlich nicht so mein Ding.“

Frage: Und Lederhosen hast Du auch schon?
Toni: „Ich habe sie mal anprobiert. Aber ehrlich: Alleine in Lederhosen rumzulaufen, ist schon ein bisschen seltsam. Aufs Oktoberfest wird aber die gesamte Mannschaft in Lederhosen gehen, da habe ich dann auch kein Problem damit.“

Frage: Wie steht’s um Deine Deutsch-Kenntnisse?
Toni:(auf Deutsch) Ich bin Luca. Servus. Tschuldigung… (wieder auf Italienisch) Ansonsten kenne ich noch ein paar Schimpfwörter, aber die sage ich jetzt nicht.“

Frage: Wie läuft die Verständigung in der Kabine?
Toni: „Mit den Franzosen und Argentiniern läuft die Kommunikation ganz gut, weil unsere Sprachen relativ ähnlich sind. Mit den deutschen Jungs verständige ich mich auf Englisch.“

Frage: Wann machst Du einen Sprachkurs?
Toni: „Im Moment trainiere ich vormittags und nachmittags. Da habe ich, ehrlich gesagt, nicht so richtig Lust, auch noch Deutsch zu lernen. Mein primäres Ziel ist es, körperlich wieder fit zu werden. Wenn ich dann wieder mehr Zeit habe, fange ich mit Deutsch an.“

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