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Neues Sturmduo

Klose und Toni feilen an der Abstimmung

Die Stimmung im Trainingslager des FC Bayern könnte besser nicht sein. Trotz sechs zum Teil Kraft raubenden Übungseinheiten seit Montagvormittag wird unter den Spielern des Rekordmeisters vor, während und nach den Einheiten viel miteinander gelacht und geflachst. Das gegenseitige Kennenlernen und die Kommunikation mit den neuen Spielern spielt eine wichtige Rolle im Mannschaftsquartier „Der Öschberghof“ im beschaulichen Donaueschingen.

„Man merkt, dass die Mannschaft lebt“, sagte Miroslav Klose am Mittwoch nach dem Vormittagstraining und betonte: „Der Wille ist absolut da, die Mannschaft will Erfolge feiern. Das spürt man in jedem Training. Das ist sehr, sehr positiv.“ Dabei spielen die noch vorhandenen Sprachbarrieren keine Rolle, man verständige sich mit „Fußballersprache“, so Klose, „einfach querbeet.“

Qualitäten am Ball und in der Luft

Etwas einfacher gestaltet sich die Verständigung mit seinem neuen Sturmpartner Luca Toni allerdings schon. Zwar war Klose „noch nicht bei ihm auf dem Zimmer, und umgekehrt genauso nicht“, doch auf dem Platz klappe das Zusammenspiel schon ganz gut. „Mit ein bisschen Englisch, da kommen wir zurecht. Wir wissen, was wir zu tun haben.“

So ist Klose knapp vier Wochen vor dem Bundesligastart zuversichtlich, mit Toni ein erfolgreiches Angriffsduo bilden zu können. „Ich denke schon, dass wir uns sehr, sehr gut ergänzen werden“, meinte der 29 Jahre alte Nationalspieler und lobte zugleich seinen neuen Nebenmann. „Er hat absolut viele Qualitäten, ob am Ball oder in der Luft.“

Nicht viel Zeit

Komplimente, die Weltmeister Luca Toni nicht lange unbeantwortet ließ. „Miro ist ein guter Spieler, wir verständigen uns auf Englisch miteinander. Wichtig ist, dass wir uns auf dem Platz gut verstehen, um zusammen Erfolg zu haben.“ Allerdings betonte Toni auch, dass bis zum ersten Spiel gegen Hansa Rostock am 11. August „nicht viel Zeit“ bleibe. „Ich hoffe, dass es reicht.“

Wichtig sei zudem, so Toni, dass „nicht nur Klose und ich in Form sind, sondern die gesamte Mannschaft.“ Überhaupt bemühte sich Toni stets, das Kollektiv über den Einzelspieler zu stellen. Auf die Frage, wie viele Treffer er sich als Ziel vorgenommen habe, antwortete er: „Ich will so viele Tore wie möglich erzielen oder helfen, Tore zu schießen. Aber wichtig ist, dass der FC Bayern gewinnt.“

Drei Titel und ein Fernseher

WM-Torschützenkönig Klose wurde in Sachen Saisonziele ein wenig konkreter: „Absolute Priorität hat, mindestens einen Titel zu gewinnen. Aber wenn ich die Möglichkeit habe, dann will ich natürlich alle drei gewinnen.“ Den Ligapokal, in dem Klose am 21. Juli auf seinen ehemaligen Verein Werder Bremen trifft, hat er dabei nicht eingerechnet. „Wir wollen im Ligapokal gewinnen, souverän auftreten und uns ersten Respekt verschaffen.“

So verschieden Klose und Toni erscheinen mögen, eine Gemeinsamkeit haben sie doch: Knapp zwei Wochen nach dem Trainingsauftakt suchen beide noch eine Zuhause in München. „Ich habe noch nicht das Passende gefunden“, so Klose, der jedoch keine Bedenken hat, im Münchner Umland bald fündig zu werden. „Es gibt genug Hütten, wo ich einziehen kann.“

Toni dagegen zieht es eher in die Stadt, das letzte Wort in Sachen Wohnungssuche hat jedoch seine Freundin Marta Cecchetto, die in der kommenden Woche nach München kommt. „Sie wird dann entscheiden.“ Bescheiden gibt sich der Frauenschwarm auch in Sachen Einrichtung. Sein einziger Wunsch: „Hauptsache, ein großer Fernseher ist drin.“

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