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Start mit Hindernissen

Schlaudraff, der Rücken und die Möbel

Jan Schlaudraff war bestens vorbereitet auf den Wechsel zum FC Bayern. Schnell hat er ein Haus in München gefunden, schon Mitte April hat er neue Möbel bestellt. Elf Wochen später versprüht sein neues Zuhause aber noch wenig Nestwärme. „Bett, Fernseher, alte Couch und Küche habe ich - alles, was man zum Leben braucht“, nahm er am Freitag, auf seiner ersten Pressekonferenz beim FCB, die Lieferprobleme seines Möbelhauses mit Humor. „Die Möbel werden wohl nicht mehr kommen.“

Ein bisschen wird es auch noch dauern, bis Schlaudraff erstmals das Trikot des FC Bayern tragen wird. Anfang Juni hatte er sich einer Bandscheiben-Operation unterziehen müssen, erst vor gut einer Woche hat er mit dem Aufbautraining begonnen. Nur „sehr eingeschränkt“ könne er trainieren, sagte der deutsche Nationalspieler, der am 18. Juli 24 Jahre alt wird. „Es wird mit Sicherheit noch vier bis sechs Wochen dauern, bis ich anfangen kann zu laufen“, meinte er.

Nur liegen, nicht sitzen

Aber immerhin: Es geht vorwärts. Nach der Operation, die wegn lang anhaltender Rückenprobleme nach Ansicht der Ärzte unumgänglich war, konnte Schlaudraff drei Wochen lang „gar nichts“ machen. Zunächst durfte er nicht einmal sitzen, nur liegen. Inzwischen arbeitet er unter anderem mit Lymphdrainagen und Elektrotherapie täglich daran, dem Rücken wieder Stabilität zu verleihen.

Vor allem aber muss der angriffslustige Neu-Bayer geduldig bleiben. „Der Rücken muss sich ganz langsam erholen“, erzählte er. Mit seinem Comeback warte er „lieber eine Woche länger, als dass es wieder Probleme gibt.“ Eine Prognose, wann er wieder spielen kann, will er nicht abgeben.

Nicht unterzukriegen

Als Schlaudraff im Januar seinen Vertrag beim FC Bayern unterschrieb, hat er sich seinen Start beim Rekordmeister sicher anders vorgestellt. Die Verletzung, die Probleme beim Umzug - „es ist alles sehr schwierig angelaufen“, sagte er jetzt. Unterkriegen lässt sich der 23-Jährige davon aber nicht. Immerhin sei er beim FCB „sehr gut aufgenommen“ worden.

Die lange Verletzungspause verbucht er als Erfahrung, „wenn auch keine schöne. Aber vielleicht wird sie mir auf meinem weiteren Weg helfen.“ Hilfreich ist sie zumindest schon einmal, um sich in München einzurichten. Schlaudraff hat genügend Zeit, sich neue Möbel auszusuchen. Möbelpacker werden beim Tragen helfen - dem Rücken zuliebe.

Für fcbayern.de berichtet: Nikolaus Heindl

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