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'Hoffe auf mindestens zwei Titel'

Zé Roberto nimmt das Training auf

Gut eine Woche nach dem Trainingsauftakt sind alle acht Neuverpflichtungen des FC Bayern beim deutschen Rekordmeister angekommen. Am Samstagvormittag absolvierte Zé Roberto als letzter Neuankömmling seine erste Trainingseinheit an der Säbener Straße. „Ich bin sehr froh, wieder in meiner alten Heimat zu sein“, sagte der Brasilianer, der den FCB vor einem Jahr verlassen hatte.

Zur Begrüßung erwartete Zé Roberto, der am Vortag, seinem 33. Geburtstag, noch ohne Familie in München gelandet war, vor rund 500 Fans ein kleines Konditionsprogramm. Zusammen mit Valérien Ismael, Bastian Schweinsteiger und Christian Lell, die am Abend zuvor beim Spiel gegen die FT Gern nicht oder nur kurz zum Einsatz gekommen waren, kam er bei Intervall- und Ausdauerläufen sowie einem intensiven Zwei-gegen-Zwei auf Touren. „Es war okay“, meinte er danach. In vier Wochen Urlaub sei er fast täglich etwas gelaufen.

Erfolgshungrig und selbstbewusst

Trotz der nun anstehenden schweißtreibenden Wochen freute sich Zé Roberto, wieder in München zu sein. „Die Stimmung in der Kabine und im Training ist ganz anders als vor einem Jahr, viel besser“, stellte er gleich nach seiner Ankunft fest und gab sich erfolgshungrig. „Ich hoffe, dass wir in dieser Saison mindestens zwei Titel gewinnen.“ Die Meisterschaft sei ein Muss, meinte er. Dazu wünscht er sich am liebsten noch den UEFA-Pokal.

Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Saison habe der Verein geschafften, glaubt Zé Roberto, der in der vergangenen Saison für den FC Santos gespielt hat. „Bayern hat super Spieler gekauft und will an die Spitze in Europa und Deutschland zurückkehren.“ Den harten Konkurrenzkampf scheut er nicht. „In Brasilien und bei der WM hatte ich eine super Zeit. Ich bringe Selbstvertrauen mit für eine gute Leistung bei Bayern. Ich will da weitermachen, wo ich beim FC Santos aufgehört habe.“

Nicht ganz der Alte

Das hofft auch Ottmar Hitzfeld. „Er ist eine Bereicherung für die Mannschaft - menschlich und fußballerisch. Ich bin froh, dass er wieder hier ist“, sagte der FCB-Chefcoach auf Anfrage von fcbayern.de. Auf welcher Position er mit dem Brasilianer plant, ließ Hitzfeld noch offen. „Er kann auf verschiedenen Positionen eingesetzt werden, offensiv und defensiv, auf der Seite und hinter den Spitzen.“

Der Bayern-Trainer und der Brasilianer kennen sich noch bestens aus ihrer ersten gemeinsamen Zeit beim FC Bayern (2002-2004). Seitdem habe sich Zé Roberto kaum verändert, meinte Hitzfeld. „Es kommt mir vor, als wäre er nie weg gewesen. Er ist vielleicht nur noch ein bisschen reifer geworden.“

Von den Fans begrüßt

Aber auch Reife schützt vor Training nicht. Rund 60 Minuten dauerte die erste Einheit von Zé Roberto nach seiner Rückkehr zum FC Bayern. Danach erfüllte er noch geduldig unzählige Autogrammwünsche. Ein Fan brachte es dabei auf den Punkt: „Servus Zé! Schön, dass du wieder da bist.“

Für fcbayern.de berichtet: Nikolaus Heindl

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