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Samstag gegen Hannover

Bayern wollen 'guten Start' fortsetzen

Mit leichten Personalproblemen, aber mit dem Rückenwind des zweitbesten Bundesligastarts der Vereinsgeschichte will der FC Bayern am dritten Spieltag seine Siegesserie ausbauen und Platz eins in der Tabelle festigen. Nach dem 3:0 gegen Rostock und dem 4:0 in Bremen soll nun am Samstag gegen Hannover 96 der dritte Sieg eingefahren werden (ab 15.15 Uhr im FCB-Liveticker und im Webradio bei FCB.tv). „Um auch weiterhin von einem guten Start sprechen zu können, sind drei Punkte Pflicht“, stellte Ottmar Hitzfeld vor der Partie klar.

Die Favoritenrolle gegen die Niedersachsen, die am vergangenen Wochenende mit Mühe in Karlsruhe (2:1) ihre ersten drei Punkte einfuhren, ist also klar verteilt - so wie beim letzten Heimspiel gegen die Niedersachsen im November letzten Jahres. Doch damals stellten die 96er den Bayern ein Bein und gewannen 1:0. „Auch auswärts hatten wir große Schwierigkeiten“, erinnerte Mark van Bommel zudem an den knappen 2:1-Erfolg im Rückspiel. Hitzfeld meinte daher: „Wir sind gewarnt vor Hannover.“

'Kein Selbstläufer'

Mit einer variablen Offensive um Neuzugang Mike Hanke sowie einer kompakten Defensive, die laut Hitzfeld „nicht viel anbrennen“ lässt, wollen die Hannoveraner den Münchnern nun erneut Schwierigkeiten bereiten. „Hannover ist sehr gut organisiert und hat Moral getankt durch einen Auswärtssieg in Karlsruhe“, meinte Hitzfeld, „dieses Bollwerk müssen wir erst einmal knacken. Dass das kein Selbstläufer ist, wissen wir spätestens seit dem Spiel in Burghausen.“

Erschwerend kommt hinzu, dass die Vorbereitung der Bayern auf das Spiel nicht optimal war. „Wir haben nicht viele Möglichkeiten, für Samstag etwas einzustudieren“, sagte Hitzfeld angesichts zahlreicher Länderspielabstellungen. Erst zum Abschlusstraining am Freitag konnte der FCB-Chefcoach erstmals in dieser Woche mit seinem gesamten Kader arbeiten.

Podolski nicht im Kader

Personell drückt den Rekordmeister vor der Partie gegen Hannover vor allem in der Offensive der Schuh. Mit Luca Toni ist nur ein Angreifer fit. Hitzfeld überlegt daher, wie schon im Ligapokal, mit einer Ein-Stürmer-Taktik aufzulaufen, in der drei offensive Mittelfeldspieler Toni unterstützen würden. Aber auch das gewohnte 4-4-2-System sei möglich, meinte der Bayern-Trainer, der dann Amateur Sandro Wagner als zweite Sturmspitze auf den Platz schicken würde.

Sicher ausfallen werden am Samstag die verletzten Miroslav Klose, Marcell Jansen, Jose Ernesto Sosa, Willy Sagnol und Jan Schlaudraff. Auch Lukas Podolski, der erst am vergangenen Wochenende nach überstandener Knie-Operation sein Comeback in der zweiten Mannschaft gab, steht nicht im Aufgebot für das Hannover-Spiel, wird aber am Sonntag beim Spiel der zweiten Mannschaft gegen die Stuttgarter Kickers dabei sein.

Hannover ohne Tarnat

Verletzungsprobleme gibt es auch in Hannover. Trainer Dieter Hecking muss auf Abwehrspieler Vinicius und Stürmer Thomas Brdaric verzichten, Linksverteidiger Michael Tarnat steht wegen eines Faserrisses in der Hüfte ebenfalls nicht zur Verfügung. Immerhin meldete sich Torwart Robert Enke, der zuletzt Probleme mit dem Ellenbogen hatte, rechtzeitig vor dem Spiel einsatzbereit.

Das Selbstbewusstsein der Niedersachsen ist vor dem Gastspiel in München groß. „Wir werden uns nicht verstecken und wollen unsere Stärken einbringen. Ich erwarte ein freches Auftreten meiner Mannschaft“, sagte Hecking, der darauf spekuliert, dass die Bayern nach ihrem tollen Saisonstart den Gegner ein bisschen auf die leichte Schulter nehmen.

Konzentrierte Bayern

Doch davon ist beim Rekordmeister nichts zu spüren. „Wir dürfen nicht leichtsinnig werden, sonst sind wir selbst unser größter Gegner“, weiß Van Bommel. Hitzfeld sagte: „Wir haben noch nichts erreicht, die Saison ist erst zwei Spieltage alt. Dementsprechend konzentriert werden wir die Aufgabe am Samstag angehen.“

Das gilt gerade gegen Hannover, gegen das es vor eigenem Publikum etwas gutzumachen gilt. „Letztes Jahr hatten wir eine schwierige Zeit, jetzt sind wir gut drauf - das ist der entscheidende Unterschied“, meinte Van Bommel. Und dieser Unterschied soll sich auch im Ergebnis niederschlagen.

So könnten sie spielen:

FC Bayern: Kahn - Lell, Lucio, Demichelis, Lahm - Van Bommel, Zé Roberto - Schweinsteiger, Ribéry, Altintop - Toni
Im Kader: Rensing, Ottl, Van Buyten, Ismael, Wagner, Sikorski

Hannover 96: Enke - Cherundolo, Kleine, Fahrenhorst, Halfar - Balitsch, Lala (Yankov) - Lauth, Bruggink, Huszti - Hanke

Schiedsrichter: Kinhöfer (Herne)

Heimbilanz: 15-2-1, 59:16 Tore

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