präsentiert von
Menü
Zerrung

Bis zu zehn Tage Pause für Luca Toni

Wenn Luca Toni ein Tor schießt, folgt immer die gleich Geste. Mit der rechten Hand greift er sich ans Ohr. „Habt ihr es alle mitbekommen, ich habe getroffen“, will der Italiener damit signalisieren. Nach seinem Führungstreffer zum 1:0 gegen Hannover 96 war aber alles ganz anders.

Nur kurz ging der Griff ans Ohr, dann blieb Toni an der Torauslinie stehen und fasste sich umgehend mit schmerzverzerrtem Gesicht an den rechten Oberschenkel. Fast gleichzeitig mit den ersten Gratulanten war dann auch Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt herangeeilt und untersuchte den Torschützen. Knapp eine Minute später war klar: Toni musste runter.

Sonderlob für Wagner

Für ihn kam Amateur Sandro Wagner in die Partie, der seine Sache sehr ordentlich machte. „Ich freue mich für Sandro Wagner. Er hat in den letzten Wochen große Fortschritte gemacht“, lobte Ottmar Hitzfeld den Nachwuchsstürmer später in der Pressekonferenz.

Doch was war mit Luca Toni? Hitzfeld konnte umgehend Entwarnung geben. „Es ist nicht so schlimm. Er hat eine Zerrung erlitten“, meinte der Bayern-Coach. Der italienische Weltmeister muss sieben bis zehn Tage pausieren. Ob er beim Auswärtsspiel in Hamburg Sonntag nächster Woche wieder einsatzfähig ist, bleibt abzuwarten. „Es wird sehr knapp“, sagte Hitzfeld. Auch ob Toni anschließend zum Länderspiel Italiens gegen Frankreich reisen kann, ist noch fraglich.

Klose vor der Rückkehr

Noch ein Fragezeichen steht außerdem hinter dem Comeback von Miroslav Klose (Außenbanddehung im Knie). „Wahrscheinlich wird Miro Klose am Donnerstag wieder mit der Mannschaft trainieren können“, meinte Hitzfeld und betonte, dass der Stürmer nur in diesem Fall für das Hamburg-Spiel zur Verfügung stehe.

Am Donnerstag sollen darüber hinaus Marcell Jansen (Syndesmosebandeinriss) und José Sosa (Bandscheibenprobleme) ins Mannschaftstraining zurückkehren. „Gegen Ende der nächsten Woche werden wir also wieder mehr Alternativen zur Verfügung haben“, sagte Hitzfeld. Gegen Hannover hatten gerade mal vier gesunde Feldspieler auf der Ersatzbank Platz genommen.

In Hamburg dürfte es da schon wieder ein bisschen enger zugehen, zumal auch Lukas Podolski vor der Rückkehr in den Profi-Kader steht. Auch er hätte sicherlich nichts dagegen, gegen den HSV den typischen Toni-Jubel wieder zu sehen.

Für fcbayern.de berichtet: Dirk Hauser

Weitere Inhalte