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Sorge um Ribéry

FC Bayern kritisiert überharte Attacken

Drei Spiele, drei Siege, 10:0 Tore - Bayerns neues „Dreamteam“ verzückt derzeit die Fans quer durch die Republik, einzig die Gegner des Rekordmeisters scheinen vom Münchner Spaßfußball wenig begeistert. Gegen den Angriffswirbel, den Franck Ribéry und Kollegen derzeit zelebrieren, wissen sich die gegnerischen Teams oftmals nur noch mit überharten Attacken zu wehren. Bei den Verantwortlichen des FCB stößt dies naturgemäß auf wenig Begeisterung.

„Die Tendenz war schon im Ligapokal zu sehen, dass ziemlich hart gegen uns eingestiegen wird“, beklagte Trainer Ottmar Hitzfeld nach dem 3:0-Sieg seiner Mannschaft gegen Hannover 96 und befürchtet für die Zukunft: „Das wird sich noch steigern, darauf müssen wir uns einstellen.“

Hitzfelds Sorgen um Ribéry

24 „teilweise brutale Fouls ohne Chance auf den Ball“ (Hitzfeld) standen nach dem Schlusspfiff auf Seiten der Niedersachsen zu Buche, Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer aus Herne bestrafte diese mit einer Gelb-Roten Karte für Altin Lala (45.) und fünf weiteren Gelben Karten. „Im Endeffekt haben wir Glück gehabt, dass Benjamin Lauth nicht auch noch Gelb-Rot gesehen hat“, räumte auch Hannovers Trainer Dieter Hecking hinterher ein.

Vor allem um die Gesundheit seiner technisch hoch veranlagten Spieler wie Ribéry, Zé Roberto oder Bastian Schweinsteiger sorgt sich der „General“. „Ich habe schon ein bisschen Angst um Franck, schon vor der ersten Gelben Karte gab es ein paar böse Fouls gegen ihn“, meinte er und appellierte an die Schiedsrichter, dass „sie ein Auge darauf haben. Jedes Foul, das nicht im Kampf um den Ball passiert, muss einfach bestraft werden.“

Immer wieder Hindernisse

Auch Ribéry sprach nach dem Spiel von „ein paar aggressiven Attacken“ gegen ihn, wollte dies aber nicht überbewerten. „Das habe ich auch schon in Frankreich erlebt, aber ich werde meine Art zu spielen beibehalten und nicht ändern“, sagte der französische Nationalspieler. Er werde künftig „immer vorsichtiger“ sein, wenn es in die Zweikämpfe geht. So wie in der Schlussphase gegen Hannover, als er kaum noch das Duell Eins-gegen-Eins suchte.

„Man weiß, wenn man oben steht, ist es nicht einfach“, begründete Hamit Altintop das harte Einsteigen der Gegner. „Da wird man immer wieder Hindernisse haben. Damit muss man rechnen, das gehört einfach zum Job.“ Und Hitzfelds einstiger „Aggressivleader“ Mark van Bommel, der in den bisherigen drei Saisonspielen fast ohne Foul ausgekommen ist, meinte: „Heute war es vielleicht etwas mehr als normal. Aber ich kann nicht sagen, dass sie überhart gespielt haben.“

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