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Torflaute beendet

Klose hält DFB-Team auf EM-Kurs

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hält weiter Kurs Richtung Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz. Am Samstagabend gewann die stark ersatzgeschwächte DFB-Auswahl ihr EM-Qualifikationsspiel in Wales mit 2:0 (1:0) und behauptete mit 22 Punkten ihre Tabellenführung in der Gruppe D vor Tschechien (17/3:0 in San Marino) und Irland (14/2:2 in der Slowakei).

Mit seinen Länderspieltoren Nummer 34 und 35 war Bayern-Profi Miroslav Klose der Matchwinner im Millennium-Stadion von Cardiff. In seinem 70. Länderspiel führte Klose den WM-Dritten erstmals als Kapitän aufs Feld und beendete mit seinen beiden Treffern in der 5. und 60. Minute zugleich seine 368 Tage andauernde Torflaute im DFB-Trikot.

Löw lobt Kapitän Klose

„Es war wichtig, hier drei Punkte einzufahren. Wir sind souveräner Tabellenführer und müssen jetzt weiter so spielen. Wir sind auf einem guten Weg“, stellte Klose nach dem Schlusspfiff den Mannschaftserfolg über seine persönlichen Erfolgserlebnisse. „Seine Klasse ist einfach unbestritten, die beiden Tore waren herausragend“, lobte dagegen Bundestrainer Joachim Löw seinen Interimskapitän.

Neben Klose standen mit Bastian Schweinsteiger in der zentralen Mittelfeldrolle und Marcell Jansen, der auf der linken Außenbahn einige gefährlich Vorstöße zeigte, zwei weitere Bayern-Profis in der Startelf. Beide gehörten zu den Aktivposten im Spiel der deutschen Mannschaft, die gegen harmlose Waliser allerdings in einigen Szenen die letzte Konsequenz im Abschluss vermissen ließ.

DFB-Comeback für Podolski

„Ich denke wir haben ein gutes Spiel gezeigt und hätten das zweite Tor schneller machen müssen“, meinte Schweinsteiger, der in der zweiten Halbzeit nach einer feinen Einzelleistung Pech hatte, als sein Schuss aus 14 Metern nur die Oberkante der Querlatte streifte. „Gerade in so einem Spiel ist es schwierig, man muss immer hellwach und konzentriert sein“, pflichtete Jansen seinem Teamkollegen bei.

Mitte der zweiten Halbzeit kam mit Lukas Podolski auch der vierte Bayern-Profi zu seinem Einsatz. „Poldi“ löste in der 73. Minute Kevin Kuranyi ab und kam so zu seinem ersten Spiel im DFB-Trikot seit März. Bereits mit einem Sieg im nächsten Spiel am 13. Oktober in Irland könnte sich die deutsche Mannschaft vorzeitig für die EM-Endrunde im kommenden Jahr qualifizieren.

Kein Duell Toni - Ribéry

Auf dem Weg nach Österreich und der Schweiz befindet sich auch Vize-Weltmeister Frankreich. Im Spitzenspiel der Gruppe B bei Weltmeister Italien erkämpfte der Titelgewinner von 2000 im Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion ein torloses Remis und behauptete mit 19 Punkten die Spitzenposition vor Schottland (18) und Italien (17).

Das mit Spannung erwartete Duell der beiden Neu-Münchner Luca Toni und Franck Ribéry fiel dabei aus. Bei der Neuauflage des WM-Finales von 2006 stand der angeschlagene Toni nicht mal im Kader der „Squadra azzurra“, während Ribéry von Beginn an für die „Equipe tricolore“ auflief und kurz vor dem Ende ausgewechselt wurde.

Türkei enttäuscht auf Malta

Einen unerwarteten Rückschlag auf dem Weg zur Euro 2008 mussten Hamit Altintop und die Türkei hinnehmen. Der WM-Dritte von 2002 kam bei seinem Spiel auf Malta nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus und belegt in der Gruppe C mit 14 Punkten auf Rang drei, vier Zähler hinter Spitzenreiter Griechenland (spielfrei) und zwei hinter Norwegen, das 1:0 in Moldawien gewann.

Hamits Zwillingsbruder Halil (45.) und Servet Cetin (78.) glichen jeweils die Führung der überraschend starken Malteser durch Said (41.) und Schembri (76.) aus, die mit nunmehr fünf Punkten weiter auf dem vorletzten Platz rangieren. Hamit Altintop spielte über die volle Distanz, konnte sich jedoch nicht entscheidend in Szene setzen.

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