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FCB-Duo im Glück

Schweinsteiger und Klose setzen Zeichen

Ein zufriedener Aushilfskapitän als zuverlässige Tormaschine und ein bescheidener Ersatzchef mit blendenden Perspektiven: Miroslav Klose und Bastian Schweinsteiger haben ihre Sorgen aus der Vorsaison hinter sich gelassen und nach dem Turbo-Start mit dem FC Bayern auch im Trikot der Nationalmannschaft den Spaß am Fußball wieder entdeckt.

Beim 2:0 (1:0)-Erfolg in der EM-Qualifikation in Wales wurde das Duo seiner neuen Verantwortung gerecht und anschließend mit Lob von allen Seiten bedacht. Klose erhielt für seine beiden Treffer und den Sprung auf Platz acht der ewigen deutschen Torjägerliste von Bundestrainer Joachim Löw das Prädikat „Weltklasse“ verliehen, und Schweinsteiger sogar ein Kompliment vom Präsidenten höchst persönlich.

Lob von höchster Stelle

„Er hat ein ganz hervorragendes Spiel gemacht. Es macht Spaß, ihm zuzuschauen. Manchmal übertreibt er vielleicht ein bisschen, aber so sind die Kreativen. Wir sind froh, dass wir solche Spieler haben“, sagte DFB-Boss Theo Zwanziger. So gut Klose der Wechsel von Werder Bremen nach München getan hat, so sehr profitiert Schweinsteiger von der kreativen Konkurrenz eines Franck Ribéry im eigenen Verein. Unter Druck zeigt der 23-Jährige einfach seine besten Leistungen.

„Bastian Schweinsteiger hatte einen großen Aktionsradius. Er war viel im Spiel. Er war laufstark, er war präsent, er war willensstark, das Spiel an sich zu reißen und die anderen Spieler einzusetzen“, sagte Löw über seinen Junior-Spielgestalter.

'Schweini' bleibt bescheiden

Die Forderung des Bundestrainers nach mehr Engagement hatte dieser bei seinem Länderspiel-Debüt in zentraler Mittelfeldposition erfüllt. Dennoch blieb Schweinsteiger zurückhaltend und bescheiden. „Ich habe da keine Ansprüche. Ich weiß, dass die Position irgendwann mal frei sein wird für mich, aber wir haben mit Michael Ballack und Torsten Frings zwei exzellente Spieler auf der Position“, sagte er.

Im Gegensatz zu seinen missglückten Auftritten im Vorjahr in zentraler Position beim FC Bayern sprühte der blondierte „Schweini“ vor Spielfreude und nutzte den Raum, den ihm die Waliser ließen. Dennoch sieht sich der 23-Jährige noch nicht dauerhaft in der Spielmacherrolle. „Es ist gar kein Problem, wieder auf Außen zu gehen“, kündigte er für die Rückkehr der etatmäßigen Chefs an.

Klose mit toller Tor-Quote

Gar kein Problem, erstmals seit dem 13:0 in San Marino vor genau einem Jahr wieder Tore im DFB-Dress zu schießen, hatte Klose. Mit seinen Länderspiel-Treffern Nummer 34 und 35 spürte der 29-Jährige auch durch die Kapitänsbinde keinen zusätzlichen Druck. Statistisch hat Klose in jedem zweiten seiner 70 Länderspiele getroffen und damit eine exzellente Quote.

Mit seinem insgesamt achten Doppelpack im DFB-Dress untermauerte Klose nach drei Toren in drei Bundesliga-Spielen bei den Bayern seine noch vor drei Monaten umstrittene Position als Stürmer Nummer 1 im Nationaltrikot. Seine missratene Rückrunde wollte Klose schnell vergessen: „Ich habe einen Schlussstrich gezogen. Es war besser für mich, das alles abzuhaken und mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das ist mir, glaube ich, gelungen. Wie man sieht, fühle ich mich sehr wohl in München und bei der Nationalmannschaft.“

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