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UEFA-Pokal

7 Gründe, warum Bayern weiterkommt

Donnerstagabend, 20.30 Uhr, Belenenses Lissabon gegen den FC Bayern - für den deutschen Rekordmeister laut Ottmar Hitzfeld bislang „das schwerste Spiel des Jahres“. Denn es geht um alles. Nach dem 1:0-Erfolg in München wollen die Bayern im Rückspiel die Qualifikation für die Gruppenphase des UEFA-Pokals perfekt machen. Nicht auszudenken, wenn der FCB schon in der ersten Runde scheitern würde. Doch keine Angst, fcbayern.de hat sieben Gründe gefunden, warum der FC Bayern weiterkommt.

1. Die Form:
Ein Blick auf die Tabelle der Bundesliga sagt alles: Der FC Bayern ist zurzeit das Maß aller Dinge. Noch ungeschlagen führt die Mannschaft von Trainer Hitzfeld die Liga seit dem ersten Spieltag an, kein anderes Team hat mehr Spiele gewonnen (6), mehr Tore geschossen (22) oder weniger kassiert (3). Mit einer Tordifferenz von +19 nach acht Spieltagen haben die Münchner ihren eigenen Liga-Rekord von 1972/73 eingestellt. Ganz anders Belenenses: Die Portugiesen feierten am vergangenen Wochenende erst ihren zweiten Saisonsieg (am sechsten Spieltag), im Ligapokal schieden sie gegen den Drittletzten der zweiten Liga aus.

2. Die Ausgangslage:
Zugegeben, der 1:0-Vorsprung aus dem Hinspiel ist knapp. Dennoch ist dieses eine Tor ein wesentlicher Vorteil für das Rückspiel. Denn nun ist Belenenses am Zug und muss den Rückstand aufholen. Damit das gelingt, müssen die Portugiesen offensiver zu Werke gehen als im Hinspiel und somit ihre Defensive lockern - was den Bayern wiederum in die Karten spielt. Denn mit einem weiteren Tor in Lissabon würden die Münchner die Tür zur Gruppenphase ganz weit aufstoßen. „Für uns ist wichtig, dass wir ein Tor schießen, dann muss Belenenses zum Weiterkommen schon drei machen - und das werden sie nicht tun“, versicherte Michael Rensing.

3. Die Konterstärke:
Die FC Bayern ist momentan die konterstärkste Mannschaft der Bundesliga. Schon vier Mal war der Rekordmeister mit seinen Gegenstößen erfolgreich, öfter wie jedes andere Team. In den letzten Trainingseinheiten vor dem Spiel in Lissabon ließ Hitzfeld noch einmal das Konterspiel üben. „Die Abwehrarbeit und das schnelle Umschalten von Defensive auf Offensive stehen im Mittelpunkt“, sagte er. Angesichts offensiv zu erwartender Hausherren könnte im Lissaboner Estadio do Restelo die Konterstärke seiner Mannschaft entscheidend sein (siehe Punkt 1).

4. Der 1:0-Spezialist:
Ein Tor schießen und hinten dicht machen - für diese Taktik sind italienische Mannschaften berüchtigt. Kein Wunder also, dass ein „Azzurro“ auch der 1:0-Spezialist des FC Bayern ist. Luca Toni erzielte in seinen bisherigen sieben Bundesligaspielen im FCB-Trikot vier Mal das 1:0, zudem bereitete er beim Kantersieg in Bremen den ersten Bayern-Treffer vor, gegen Schalke legte er zum 1:1 auf. Den 1:0-Endstand gegen Belenenses im Hinspiel erzielte - na klar - auch Luca Toni. In Lissabon wäre ein Tor für den FC Bayern schon die halbe Miete.

5. Die Portugal-Bilanz:
Portugiesische Teams zählen zu den Lieblingsgegnern des FC Bayern im Europapokal. Von 18 Duellen gewann der deutsche Rekordmeister zehn, sieben endeten remis. Nur einmal ging der FCB als Verlierer gegen einen Klub aus Portugal vom Platz: Am 27. Mai 1987 verloren die Münchner das Finale um den Landesmeistercup gegen den FC Porto mit 1:2. Doch diese Partie fand in Wien statt - auf portugiesischem Boden sind die Bayern noch ungeschlagen. Von acht Spielen gewann der FCB drei, fünf Mal gab’s ein Unentschieden.

6. Michael Rensing:
Oliver Kahn fällt in Lissabon verletzt aus, doch sein Ersatzmann schmälert die Erfolgsaussichten des FC Bayern keinesfalls. Michael Rensing ist in seinen bisherigen 14 Bundesligaspielen noch unbesiegt (10 Siege, 4 Remis), und auch im Europapokal ging er noch nie als Verlierer vom Platz. Zwei Mal stand er in der Champions League gegen den AC Mailand im FCB-Tor, beide Male endete die Partie unentschieden. Warum sollte sich das im UEFA-Pokal ändern?

7. Bastian Schweinsteiger:
Wenn es einen Portugal-Experten im Team des FC Bayern gibt, dann ist das Bastian Schweinsteiger. In der letzten Saison erzielte der FCB-Profi im Champions-League-Spiel bei Sporting Lissabon den 1:0-Siegtreffer, ein paar Monate zuvor war er im kleinen WM-Finale der deutschen Nationalmannschaft gegen Portugal an allen drei Toren des DFB-Teams beteiligt. Zwei Mal netzte er selbst ein, ein Eigentor der Portugiesen leitete er ein. Am Donnerstag hat „Schweini“ eine gute Gelegenheit, seine persönliche Portugal-Bilanz weiter auszubauen.

Für fcbayern.de berichtet: Nikolaus Heindl

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