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Schweini genäht

DFB-Team löst EM-Tickets

So früh wie nie zuvor hat sich die deutsche Nationalmannschaft für eine EM-Endrunde qualifiziert. Drei Spieltage vor dem Ende reichte dem WM-Dritten von 2006 ein torloses Remis in Irland, um als erste Nation überhaupt die Tickets für das Turnier im nächsten Sommer in Österreich und in der Schweiz zu lösen.

In einer kampfbetonten Partie konnte die stark ersatzgeschwächte deutsche Elf nicht an die guten spielerischen Leistungen der letzten Partien anknüpfen, was aber auch daran lag, dass Bayern-Profi Bastian Schweinsteiger nach einem Zusammenprall mit Kevin Kilbane schon nach 18 Minuten ausgewechselt werden musste. Der 23-Jährige erlitt eine vier Zentimeter breite Platzwunde, die mit sieben Stichen genäht werden musste. „Es geht ihm schon wieder ganz gut“, berichtete DFB-Co-Trainer Hansi Flick in der Halbzeitpause. Seinem Einsatz am Mittwoch in München gegen Tschechien steht nichts im Wege.

Podolski in der Joker-Rolle

Schweinsteigers Klubkollegen Marcell Jansen kam vor knapp 68.000 Zuschauen im Dubliner Croke Park über 90 Minuten zum Einsatz und konnte die eine oder andere gefährliche Flanke vom linken Flügel aus schlagen. Lukas Podolski hingegen musste wie zuletzt beim FCB zunächst auf der Bank Platz nehmen und wurde in der 64. Minute für den Stuttgarter Mario Gomez eingewechselt. „Er hatte einige Aktionen und konnte immer wieder seine Gefährlichkeit andeuten“, fand Bundestrainer Joachim Löw durchaus lobende Worte für Poldis Einsatz.

Einem standesgemäßen Erfolg feierte Franck Ribery mit der Nationalelf von Frankreich. Der Vize-Weltmeister gewann am Samstagnachmittag auf den Färöer Inseln mit 6:0 (2:0). Nicolas Anelka (6.) nach glänzender Vorarbeit von Ribery , Thierry Henry (8.), Karim Benzema (50.), Jerome Rothen (66.), Karim Benzema (81.) und der in der 64. Minute für Ribery eingewechselte Hatem Ben Arfa (90.) erzielten die Tore für die Equipe Tricolore, die mit diesem Erfolg in Gruppe B wieder Kurs auf die Endrunde genommen haben. Mit zwei Siegen am Mittwoch in Nantes gegen Litauen und am 21. November in der Ukraine ist der Champion von 2000 sicher qualifiziert.

Starker Nebel behindert Frankreich

Aufregender als das Spiel vor 8076 Zuschauern im Torsvollor Stadion verlief für die Franzosen die Anreise. Wegen zu starken Nebels konnte der Mannschaftsflieger am Freitag nicht auf den Faröern Inseln landen. Riebery und Co. verbrachten die Nacht deswegen in Norwegen. Am Samstag unternahmen die Franzosen dann einen neuen Anlauf und konnten nach einigen Warteschleifen schließlich knapp dreieinhalb Stunden vor dem Anpfiff in Torshavn landen.

Einen wichtigen Erfolg feierte auch Luca Toni mit Italien. Der Weltmeister siegte in Genua gegen Georgien durch Tore von Andrea Pirlo (44.) und Fabio Grosso (84.) mit 2:0 (1:0) und liefert sich in Gruppe B mit nunmehr 23 Punkten weiter einen heißen Kampf mit Frankreich (22 Punkten) und Schottland (24 Punkte nach dem 3:1 gegen Ukraine) um die ersten beiden Plätze. Toni spielte 90 Minuten durch und hatte in der ersten Hälfte beim Stand von 0:0 Pech mit einem Pfostenkopfball, gab aber die Vorarbeit zu Grossos 2:0.

Van Buyten spielt 90 Minuten

Ohne den gesperrten Hamit Altintop kam die Türkei in Moldawien nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus und hat damit als Tabellenzweiter der Gruppe C nur noch einen Punkt Vorsprung auf den Dritten Norwegen. Am Mittwoch erwarten die Türken dann Spitzenreiter Griechenland zum Gipfeltreffen in Istanbul. Ohne Bedeutung war das 0:0 von Daniel van Buytens abgeschlagegen Belgier gegen Finnland. Der Bayern-Verteidiger konnte sich aber immerhin über einen 90-Minuten-Einsatz freuen.

Derweil ist Martin Demichelis mit Argentinien erfolgreich in die WM-Qualifikation der Südamerika-Gruppe gestartet. Die „Gauchos“ gewannen ihr Heimspiel gegen Chile dank zweier Freistoßtore von Juan Roman Riquelme (27./45.+1) mit 2:0 (2:0). Demichelis hinterließ einen guten Eindruck in der Innenverteidigung der Argentinier. „Es war sehr wichtig, mit einem Sieg zu starten", sagte „Micho" nach der Partie im Monumental-Stadion von Buenos Aires. Schon am nächsten Dienstag steht für die „Albiceleste" gegen Venezuela in Maracaibo das nächste Spiel auf dem Programm.

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