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Grätsche statt Samba

FCB-Brasilianer überzeugen als 'Eurofighter'

Die Tore zum glücklichen 3:2-Sieg in Belgrad schossen Miroslav Klose und Toni Kroos, doch für Manager Uli Hoeneß war ein ganz anderer Spieler der Matchwinner. „Lucio war der beste Mann auf dem Platz. Das war Weltklasse, eine eins mit Sternchen“, sang der Manager nach dem Schlusspfiff in den Katakomben des Marakana-Stadions ein Loblied auf den 29-Jährigen Brasilianer.

In der Tat überzeugte Lucio in der vom Kampf betonten Partie als Turm in der Abwehr. Viele Angriffe der Serben unterband er durch sein gutes Stellungsspiel und erstklassiges Zweikampfverhalten. „Er war die treibende Kraft im Abwehrbereich“, betonte Ottmar Hitzfeld. Darüber hinaus hatte er noch großen Anteil am Ausgleichstreffer von Klose zum 1:1.

Lucio ein vorbildlicher Kapitän

Einen seiner in den letzten Monaten selten gewordenen Alleingänge - meist macht Lucio auf den Hacken kehrt, wenn er nur die Mittellinie sieht - schloss er mit einem 30-Meter-Schuss ab, den der Belgrader Keeper Randjelovic nur zur Seite abklatschen lassen konnte - genau vor die Füße des einschussbereiten Kloses. „Lucio hat Verantwortung übernommen und auch seine Klasse als Kapitän gezeigt“, sagte Hitzfeld.

Seit dem Ausfall von Oliver Kapitän führt Lucio die Mannschaft mit der Kapitäns-Binde aufs Feld. „Das ist für mich nicht wichtig. Für mich zählt, meine beste Leistung zu bringen und der Mannschaft zu helfen. Wir alle haben auf dem Platz gut gearbeitet und wie ein Team gespielt“, gab Lucio nach dem Schlusspfiff die Komplimente an seiner Vorderleute weiter.

Hitzfeld lobt Weltklasse-Zé

Von denen muss an dieser Stelle besonders Lucios Landsmann Zé Roberto erwähnt werden, der Abfangjäger und Bälleklauer im defensiven Mittelfeld. „Es ist ja kein Geheimnis mehr, dass Zé Weltklasse auf der Sechser-Position ist. Ich bin sehr froh, dass er zu uns zurück gekehrt ist“, sagte Hitzfeld über den 33-jährigen Brasilianer, der trotz furchtbarer Platzverhältnisse nicht nur kämpferisch zu überzeugen wusste, sondern immer wieder auch seine gute Technik ausspielen konnte. Hitzfeld glaubte sogar, „dass der tiefe Boden ihm als Künstler und leichtfüßiger Dauerläufer etwas entgegen gekommen ist.“

Doch nicht nur Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge fand es „kurios, dass gerade unsere beiden Brasilianer am besten gespielt haben und einige andere da größere Probleme hatten.“ Wobei: eigentlich ist es gar keine Überraschung. Schließlich fand das Spiel im Marakana-Stadion statt - auch wenn es nur die serbische Variante des Originals von Rio de Janeiro war.

Für fcbayern.de berichtet: Dirk Hauser

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