präsentiert von
Menü
'Komme bald zurück'

Willy Sagnol nimmt Fahrt auf

Zvonko Komes nahm Willy Sagnol am Freitagvormittag hart ran. 90 Minuten lang musste der Rechtsverteidiger in verschiedensten Varianten über Mini-Hürden springen, mit einem Gummiseil um die Hüften auf der Stelle spurten und zum Abschluss noch ein paar Sprints hinlegen. Doch die Arbeit lohnt sich. Ein halbes Jahr nach seiner Knie-Operation rückt das Comeback des Rechtsverteidigers immer näher.

„Ich kann morgen mit der Mannschaft trainieren. Das macht mich froh nach so einer langen Zeit“, verkündete Sagnol am Freitag im Interview mit dem DSF. Eine vollständige Rückkehr ins Mannschaftstraining sei dies zwar noch nicht, schränkte Ottmar Hitzfeld ein, aber: „Am Techniktraining wird er teilnehmen können.“

Aus vier wurden sechs

Für Sagnol ist dies ein lang ersehnter Schritt. Monatelang hat er sich als Einzelkämpfer durch das Rehatraining gequält. Aus den vier Monaten Verletzungspause, die zunächst geplant gewesen waren, sind inzwischen sechs geworden. Anfang April hatte er im Champions-League-Spiel beim AC Mailand einen Meniskus- und Knorpelschaden im rechten Knie erlitten.

Das Gelenk bereitet ihm inzwischen keine Probleme mehr. „Ich fühle mich gut und gebe schon seit zehn Tagen auf dem Platz Gas“, erzählte der 30-Jährige. Inzwischen habe er sich „eine gute Basis“ erarbeitet. „Er ist voll im Aufbautraining“, bestätigte Hitzfeld, „im läuferischen Bereich wird er schon richtig gefordert.“

Sagnol bleibt geduldig

Ein Termin für Sagnols Comeback im FCB-Trikot ist aber noch nicht absehbar. „Für ihn ist es noch ein weiter Weg“, hatte Hitzfeld erst am Mittwoch gemeint. „Man kann noch keinen Zeitpunkt sagen, wann er wieder spielen wird“, sagte der Bayern-Trainer am Freitag.

Sagnol selbst setzt sich nicht unter Druck. Erst müsse er 100-prozentig fit werden, betonte er. „Das kann zwei, drei, vier Wochen dauern.“ Nach einem halben Jahr Pause bringt der Franzose diese Geduld jetzt aber auch noch auf. Er ist sicher: „Ich komme bald zurück.“

Für fcbayern.de berichtet: Nikolaus Heindl

Weitere Inhalte