präsentiert von
Menü
Länderspiele

Altintop vor Endspiel um EM-Teilnahme

Der Countdown tickt. Am Mittwoch sind es noch 199 Tage bis zur Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz. Zwölf der 16 Endrundenplätze sind bereits vergeben, am Mittwoch fällt am letzten Spieltag der EM-Qualifikation die Entscheidung über die letzten vier Teilnehmer - vom FC Bayern mittendrin: Hamit Altintop.

In Istanbul steht der FCB-Profi mit der Türkei vor einem Endspiel gegen Bosnien-Herzegowina. Mit einem Sieg können die Türken die EM aus eigener Kraft erreichen, ansonsten heißt es zittern. Vor dem letzten Spiel liegt die Türkei in Gruppe C auf Platz zwei, nur einen Punkt vor Norwegen. Da zum Abschluss von einem Sieg der Skandinavier beim Tabellenletzten Malta auszugehen ist, müssen auch die Türken ihr Spiel gewinnen, um ihr EM-Ticket zu verteidigen.

Altintop ein Schlüssel zum Erfolg

Trainer Fatih Terim warnte seine Mannschaft, die erst zuletzt mit einem Sieg in Norwegen (2:1) die Weichen auf EM gestellt hat, Bosnien-Herzegowina zu unterschätzen, und forderte „eine ebenso grandiose Vorstellung“ wie gegen die Norweger. „Noch sind wir nicht bei der EM. Es sind noch 90 Minuten zu spielen.“ Das Hinspiel gegen Bosnien-Herzegowina hat die Türkei mit 2:3 verloren.

Zweimal in Folge haben die Türken zuletzt ein großes Turnier verpasst (EM 2004, WM 2006). „So eine Situation wollen wir nicht erneut erleben. Und wir werden es auch nicht“, geht Terim zuversichtlich in das letzte Qualifikationsspiel, in dem Hamit Altintop wie in Norwegen einer der Schlüssel zum Erfolg sein soll. „Er ist diszipliniert, dynamisch und sehr torgefährlich“, lobte Terim den FCB-Profi, der in zehn Qualifikationsspielen zwei Tore und zwei Vorlagen verbuchen konnte.

Toni im Fernduell mit Ribéry

Tore erwarten auch Miroslav Klose, Lukas Podolski und Philipp Lahm beim Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft in Frankfurt am Main gegen Wales. Dabei wird Podolski laut Bundestrainer Joachim Löw erneut im linken Mittelfeld auflaufen. Das DFB-Team hat sein EM-Ticket bereits sicher, liefert sich zum Abschluss aber noch ein Fernduell mit Tschechien um Platz eins in Gruppe D. Mit einem Sieg gegen Wales (Klose: „Ich sehe Wales etwas schwächer als Zypern.“) können die Deutschland den Grundstein legen, um doch noch an den punktgleichen Tschechen vorbeizukommen, die zum Abschluss auf Zypern antreten müssen.

Ein FCB-Duell um Platz eins liefern sich derweil in Gruppe B Luca Toni und Franck Ribéry. Vor dem letzten Spieltag liegt Italien einen Punkt vor Frankreich. Zum Abschluss spielt Ribéry mit der „Equipe tricolore“ in der Ukraine, Toni mit den „Azzurri“ gegen die Färöer-Inseln. Sollten beide Teams am Ende punktgleich sein, würden die Franzosen Gruppensieger werden, das sie im direkten Vergleich (3:1 und 0:0) die Nase vorne haben. Das EM-Ticket ist beiden Teams aber bereits sicher.

Argentinien mit weißer Weste

Nicht dabei in Österreich und der Schweiz ist Daniel van Buyten mit Belgien. Im letzten Spiel in Aserbaidschan geht es für die „Roten Teufel“ nur noch um einen versöhnlicher Abschluss, der EM-Qualifikation. An Rang fünf der Belgier in Gruppe A ist aber nicht mehr zu rütteln.

Während in Europa um die letzten EM-Plätze gespielt wird, richten sich die Blicke in Südamerika bereits auf die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Der vierte Spieltag der WM-Qualifikation steht an, Martin Demichelis will dabei mit Spitzenreiter Argentinien den vierten Sieg einfahren. In Kolumbien erwartet Micho aber eine unangenehme Aufgabe. Erstens sind die Gastgeber wie Argentinien noch ungeschlagen (1 Sieg, 2 Remis), zweitens gilt es mit der Höhenluft klarzukommen. Spielort Bogota liegt mehr als 2.600 Meter über dem Meeresspiegel.

Lucio nur Zuschauer

Trotzdem gehen die Argentinier als Favorit in die Partie. Bislang haben sie noch kein Gegentor kassiert, was auch ein Verdienst von Demichelis ist. „Micho“ habe konstant auf hohem Niveau gespielt, lobt Nationaltrainer Alfio Basile den FCB-Innenverteidiger. „Ich bin sehr glücklich, dass ich ihn nominiert habe. Ich habe einiges ausprobiert, aber er hat mich überzeugt.“

Demichelis’ Abwehrkollege Lucio muss hingegen wegen einer Gelb-Sperre pausieren, wenn seine Brasilianer in Sao Paulo gegen Uruguay antreten. Nach dem enttäuschenden 1:1 in Peru steht die Seleção unter Druck und will im vierten Spiel unbedingt den zweiten Sieg einfahren, um nicht endgültig den Anschluss an Erzrivalen Argentinien zu verlieren.

Weitere Inhalte