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EM-Qualifikation

Auch Altintop bei der Euro 2008 dabei

Die deutsche Nationalmannschaft hat sich mit einer enttäuschenden Nullnummer aus dem Fußballjahr 2007 verabschiedet. Im letzten Spiel der Qualifikation zur Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz trennte sich die Elf von Bundestrainer Joachim Löw am Mittwochabend mit 0:0 gegen Wales und beendete damit die Quali als Tabellen-Zweiter hinter Tschechien, dass sein letztes Gruppenspiel mit 2:0 auf Zypern gewann.

Vor 49.262 Zuschauern in Frankfurt konnte die deutsche Mannschaft, bei der die drei Bayern-Profis Philipp Lahm, Miroslav Klose und Lukas Podolski erneut in der Startelf standen, über weite Strecken der Partie nicht an die schwungvolle Vorstellung beim 4:0 gegen Zypern anknüpfen. Gegen die extrem defensiv eingestellten und mit einer Fünfer-Abwehrkette operierenden Waliser fiel es der Löw-Elf sichtlich schwer, Druck aufzubauen und Räume für ihr Kombinationsspiel zu finden.

Nicht in die Zweikämpfe gekommen

Während sich FCB-Profi Lahm auf der linken Seite immer wieder ins Angriffsspiel einschaltete, war Lukas Podolski im linken Mittelfeld längst nicht so wirkungsvoll wie bei seiner Gala vier Tage zuvor gegen die Zyprer. Der 22-Jährige suchte zwar immer wieder selbst den Abschluss, konnte aber im Aufbau keine entscheidenden Akzente setzen. Auch Miroslav Klose, der die DFB-Auswahl erneut als Kapitän anführte, hatte nicht seinen besten Tag. Seine beste Aktion hatte Klose bei einem Kopfball in der 64. Minute, der nur knapp das das walisische Tor verfehlte.

„Wenn man zu Hause gegen Wales nur 0:0 spielt, dann kann man verstehen, dass die Fans pfeifen“, meinte ein enttäuschter Lahm nach dem Schlusspfiff. „Die Erste Halbzeit war heute einfach schlecht, wir haben einfach nicht ins Spiel gefunden und sind nicht in die Zweikämpfe gekommen. Da tut man sich auch gegen einen Gegner wie Wales schwer“, so Lahm weiter.

Aktivposten Altintop

Mit ganz breiter Brust kehrt Hamit Altintop nach München zurück. Im „Endspiel“ der Gruppe C gegen Bosnien-Herzegowina gewann der WM-Dritte von 2002 in Istanbul mit 1:0 (1:0) und verteidigte damit den zweiten Tabellenplatz hinter Titelverteidiger Griechenland. Das „goldene Tor“ für die Türken gelang Nihat Kahveci in der 43. Minute unter tatkräftiger Mithilfe von Altintop, der zu den Aktivposten seiner Mannschaft gehörte und in der Schlussphase mit einem direkten Freistoß am Pfosten scheiterte.

Grund zur Freude gab es auch in der Gruppe B für die beiden FCB-Akteure Franck Ribéry und Luca Toni, die sich mit ihren Nationalmannschaften ja bereits am vorletzten Spieltag für die EM-Endrunde im kommenden Jahr qualifiziert hatten (fcbayern.de berichtete). Weltmeister Italien feierte im letzten Gruppenspiel einen 3:1 (3:0)-Erfolg gegen die Färöer Inseln und machte damit den Gruppensieg perfekt.

Toni und Ribéry ausgewechselt

Nach dem Eigentor von Fródi Benjaminsen (11.) erhöhten Toni (36.) und Giorgio Chiellini (41.) noch vor der Pause auf 3:0. Nach dem Seitenwechsel schaltete die „Squadra azzurra“ zwei Gänge zurück und kassierte in der 83. Minute den Treffer zum 1:3 durch Rógvi Jacobsen. Zu diesem Zeitpunkt war Luca Toni jedoch nicht mehr im Spiel, der Toptorjäger der Bundesliga wurde in der 74. Minute ausgewechselt.

Nicht über ein 2:2 (2:1)-Unentschieden in der Ukraine kam Vize-Weltmeister Frankreich mit Franck Ribéry hinaus. Nach dem frühe Rückstand durch Andrej Voronin (14.) sorgten Thierry Henry (20.) und Sidney Govou (34.) für die 2:1-Pausenführung. Doch unmittelbar nach Wiederanpfiff traf Andriy Shevchenko (46.) zum 2:2-Endstand. Ribéry wirkte 89 Minuten lang bei der „Equipe tricolore“ mit, die zum Abschluss hinter Italien den zweiten Tabellenplatz belegt.

Auch Belgien siegt zum Abschluss

Einen versöhnlichen Abschluss in der EM-Qualifikation feierte auch Daniel van Buyten mit Belgien. Im letzten Spiel in Aserbaidschan gewannen die „Roten Teufel“ ihr letztes Spiel in der Gruppe A mit 1:0 (0:0) und schlossen am Ende mit lediglich fünf Siegen aus 14 Spielen als Fünfter ab. Das Tor des Tages in Baku erzielte Luigi Pieroni in der 53. Minute, van Buyten spielte über die volle Distanz.

Bereits Kurs auf die WM 2010 in Südafrika nimmt der fünfmalige Titelträger Brasilien. Nach der 1:2-Niederlage von Spitzenreiter Argentinien in Kolumbien schloss die „Selecao“ um Kapitän Lucio nach einem mühsamen 2:1 (1:1)-Heimsieg gegen Uruguay bis auf einen Punkt zum Rivalen vom Rio de la Plata auf. Vor 65.000 Zuschauern im ausverkauften Morumbi-Stadion in São Paulo waren die Gäste über weite Strecken des Spiels das tonangebende Team und gingen bereits in der 8. Minute durch Sebastian Abreu verdient in Führung. Zum Helden des Abends avancierte dann Brasiliens Mittelstürmer Luis Fabiano, der in der 45. und der 65. ins gegnerische Netz traf.

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