präsentiert von
Menü
Von wegen ausruhen

FCB nutzt Pause zu intensivem Training

Michael Henke nannte das letzte Training der Woche „eine kleine Monstereinheit“, doch die zwei Stunden am Samstagvormittag dürften ganz nach dem Geschmack der Spieler gewesen sein. Passspiel, Sprints, Torschuss und ein ausgiebiges Trainingsspiel standen im Mittelpunkt des Programms - Übungen, bei denen der Ball immer einbezogen wurde. Dass zudem Zé Roberto nach überstandenen Wadenproblemen erstmals in dieser Woche wieder am Mannschaftstraining teilnahm, machte den Samstag auch für Henke zu einem perfekten Wochenabschluss.

„Wir konnten intensiv arbeiten“, war der Assistenz-Trainer des FC Bayern, der seit Donnerstag den zu einer Fortbildung gereisten Ottmar Hitzfeld im Training vertrat, mit den insgesamt sieben Einheiten der Woche zufrieden. Aufgrund der Abstellungen zu den Nationalmannschaften und zu den Amateuren habe man zwar teilweise nur mit vier oder fünf Feldspielern trainiert, aber man habe das Beste aus dieser Situation gemacht. „Wir wollen die Länderspielpause optimal nutzen, egal ob zwei oder zehn Spieler da sind“, so Henke gegenüber fcbayern.de.

Tests bis an die Belastungsgrenze

Zu Wochenbeginn lautete der Schwerpunkt Regeneration. Die drei englischen Wochen in Folge haben man der Mannschaft schon angemerkt, erzählte Henke. Relativ schnell konnte dann aber die Belastung höher geschraubt werden. „Das spricht für den guten körperlichen Zustand der Jungs“, meinte Henke. Intensive Arbeit im Kraftraum, dazu Ausdauer- und Schnelligkeitstraining auf dem Platz bildeten den Trainingsschwerpunkt der Woche.

Darunter fielen auch sehr anstrengende Leistungstests. „Während des Spielbetriebs kann man die schwieriger realisieren“, erklärte Henke, „aber jetzt in der Spielpause kann man die Jungs mal voll ausbelasten und bis an die Grenze gehen. So bekommt man einen relativ guten Überblick über die Leistungsfähigkeit des Einzelnen.“ Die zwei nun folgenden trainingsfreien Tage haben sich die FCB-Profis somit mehr als verdient.

Training mit Amateuren

Erst am Dienstag steht das nächste Training auf dem Programm. Dann wird weiter an der Fitness gearbeitet, aber auch individualtaktisches Verhalten fließt mit in die Arbeit ein. Wenn am Donnerstag die ersten Nationalspieler von den Länderspielen zurückkehren, wird das Training dann mehr und mehr auf das anstehende Bundesligaspiel gegen Wolfsburg ausgerichtet.

Dann werden auch die zahlreichen Amateure zu Hermann Gerland zurückkehren, die während der Länderspielpause den Trainingskader der Profis auffüllen. Am Samstag zum Beispiel halfen neun Gerland-Schützlinge bei den Profis aus. Das habe für alle Seiten Vorteile, erklärte Henke. „Wir können so auch mal in einem Trainingsspiel taktisch arbeiten, gleichzeitig können unsere Nachwuchstalente am Profibereich schnuppern. Die profitieren davon, wenn sie mit einem Van Bommel und Zé Roberto trainieren.“ Amateure, Profis, Trainer - mit der erste Woche der Länderspielpause können alle Beteiligten beim FC Bayern zufrieden sein.

Für fcbayern.de berichtet: Nikolaus Heindl

Weitere Inhalte