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Heimpower gegen Auswärtsschwäche

FCB will auch Frankfurter Bollwerk knacken

Zuschauer zu sein bei einem Heimspiel des FC Bayern ist wieder eine wahre Wonne geworden. Erfolgreich und schön - so hieß es bisher meist in dieser Saison. In vier von fünf Bundesliga-Partien in der Allianz Arena erzielte die Mannschaft von Ottmar Hitzfeld mindestens drei Tore. Nur gegen Vize-Meister FC Schalke 04 mussten die Münchner beim 1:1-Remis Punkte abgeben. Der Schalker Ivan Rakitc war bislang der einzige dem es gelang, beim FCB einen Treffer zu erzielen.

Auch am Samstag, wenn der Tabellen-Neunte Eintracht Frankfurt in der Allianz Arena gastiert (ab 15.15 Uhr im FCB-Liveticker und im Webradio), werden die wie immer 69.000 Zuschauer auf ein Spektakel von Luca Toni, Miroslav Klose, Franck Ribery und Co. hoffen. „Wir sind der absolute Top-Favorit, jeder erwartet von uns einen hohen Sieg“, sagte Nationalstürmer Klose vor der Partie und kündigte an: „Wir wollen den Zuschauern einen guten Fußball bieten, wie wir es die letzten Heimspiele schon getan haben.“

Eintrachts Schwäche in der Offensive

Auf den ersten Blick spricht in der Tat einiges für einen deutlichen Erfolg von Klose und seinen Kollegen. So ist die Eintracht in dieser Saison noch gänzlich ohne Auswärtsdreier. In den letzten sechs Spielen sprang für die Mannschaft von Friedhelm Funkel überhaupt nur ein Sieg heraus. Und mit bislang 12 Toren haben nur Rostock (11) und Cottbus (7) weniger getroffen. Zudem kommen die Hessen mit der Enttäuschung über das Ausscheiden im DFB-Pokal nach München, die Bayern hingegen tanzen durch das überzeugende 3:1 gegen Borussia Mönchengladbach weiter auf drei Hochzeiten.

„Das Weiterkommen wird bei uns weitere Kräfte freisetzen“, ist sich Ottmar Hitzfeld sicher. Der Bayern-Coach erwartet gegen die Hessen aber eine unbequemere Aufgabe als gegen die munter mitspielenden Gladbacher. „Die Frankfurter sind nicht dafür bekannt, dass sie sehr offensiv spielen“, betonte Hitzfeld. Nur fünf Mannschaften haben in der Bundesliga weniger Gegentore hinnehmen müssen als die einstige „launische Diva“ vom Rhein.

Ribery soll das Bollwerk aushebeln

Der Bayern-Coach erinnerte an das letzte Aufeinandertreffen im März in Frankfurt. „Da hat Frankfurt schon ein Bollwerk aufgezogen mit einer Dreierkettte und Libero. Wir müssen uns darauf einstellen, dass Frankfurt auch dieses Mal aus einer verstärkten Defensive heraus antritt.“ Hitzfeld stellte seine Mannschaft schon mal auf ein „Geduldsspiel“ ein: „Wir werden nicht so viele Lücken finden wie gegen Gladbach.“

Wahrscheinlich wird aber genau rechtzeitig gegen die Frankfurter Defensivspezialisten Bayerns Wirbelwind Ribery wieder einsatzfähig sein. Der Franzose trainiert sein Dienstag mit der Mannschaft und war dort vor Eifer kaum zu bremsen. „Es wäre schon wichtig, genau in so einem Spiel auf Ribery zu setzen, der auch mal zwei, drei Gegner ausspielen kann. Er ist in seiner Spielweise einzigartig und nicht zu ersetzen“, sagte Hitzfeld.

Hitzfeld freut sich über starke Bank

Neben Ribery könnte es in der Startelf der Bayern weitere Änderungen geben. Stammkeeper Oliver Kahn hat sich knapp vier Wochen nach seiner Ellbogenverletzung einsatzbereit gemeldet, auch die gegen Gladbach nur eingewechselten Klose, Christian Lell und Mark van Bommel sind heiß auf ihre Rückkehr. Mit Neuzugang Jose Sosa brennt ein weiterer hoffnungsvoller Spieler auf seinen Einsatz. „Jeder von der Bank könnte genauso spielen wie diejenigen, die auf dem Platz stehen“, freut sich Hitzfeld über reichlich Alternativen in seinem Kader.

Die Eintracht hingegen kommt mit einigen personellen Sorgen nach München. Abwehrchef Sotirios Kyrgiakos fehlt wegen einer Gelbsperre, Mehdi Mahdavikia (Innenbanddehnung), Albert Streit und Alexander Meier (beide Knieprobleme) müssen verletzungsbedingt zuschauen. Trotzdem ist Trainer Funkel vor dem Gang zum bislang unbezwungenen Meisterschaftsfavoriten nicht bange. „Irgendwann verlieren die Bayern mal ein Spiel. Vielleicht gegen uns.“

Für fcbayern.de berichtet: Dirk Hauser

So könnten sie spielen:

FC Bayern: Kahn - Lell, Lucio, Demichelis, Lahm - Altintop, Van Bommel, Zé Roberto, Ribéry - Klose, Toni
Außerdem im Kader: Rensing, Ottl, Jansen, Podolski, Kroos, Schlaudraff, Sosa

Eintracht Frankfurt: Pröll - Ochs, Russ, Chris, Spycher - Inamoto, Fink - Weissenberger, Thurk, Köhler - Amanatidis

Schiedsrichter: Florian Meyer (Burgdorf)

Heimbilanz: 29-5-3, 96:41 Tore

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