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'Ich bin sehr glücklich'

Grünes Licht für Willy Sagnol

Willy Sagnol hatte etwas zu sagen. Monatelang hatte er geschwiegen oder nur sporadisch Auskunft gegeben. Am Freitag berief der Franzose jetzt eine außerplanmäßige Pressekonferenz ein. Er hatte eine frohe Botschaft. „Ich werde sehr bald wieder auf dem Platz stehen“, sagte er, „ich bin sehr glücklich.“

Willy Sagnol hat lange auf diesen Moment warten müssen. Am 3. April hatte er im Champions-League-Spiel beim AC Mailand (2:2) einen Meniskus- und Knorpelschaden im rechten Knie erlitten. Vier Monate Pause waren ihm damals prophezeit worden, inzwischen sind sieben daraus geworden.

'Bin bei 80 Prozent'

„Diese sieben Monate waren nicht einfach“, erzählte er. Im August/September habe er Zweifel gehabt, ob er überhaupt jemals wieder Fußball spielen könnte. „Ich hatte noch Schmerzen im Knie. Aber jetzt ist alles in Ordnung“, sagte er und bedankte sich bei der medizinischen Abteilung des FC Bayern sowie bei Dr. Philippe Boixel, dem Osteopathen der französischen Nationalmannschaft. „Sie haben großen Verdienst, dass ich wieder Fußball spielen kann.“

Seit zehn Tagen hat Sagnol grünes Licht von Vereinsarzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt. Jetzt fehlen ihm nur noch Fitness und Spielpraxis. „Ich bin bei 80 Prozent meiner Leistung. Die letzten 20 Prozent kommen durch Spiele“, sagte der 30 Jahre alte Rechtsverteidiger, der seit Anfang Oktober eine „Spezialvorbereitung“ absolvierte. „Ich bin jetzt am Ende dieser vier, fünf Wochen.“

Rückkehr ins Mannschaftstraining

Dieses gezielte Aufbautraining hat sich ausgezahlt. Das Omega-Wave-System, mit dem Ottmar Hitzfeld regelmäßig die Körperwerte seiner Spieler überprüft, spuckt inzwischen gute Werte für Sagnol aus. „Ich habe auch grünes Licht von der Maschine“, berichtete er gut gelaunt. Kommende Woche will er voll ins Mannschaftstraining zurückkehren.

Noch in der Hinrunde will Sagnol auch wieder für den FC Bayern spielen. Einem Einsatz bei den Amateuren steht er grundsätzlich positiv gegenüber, schloss ihn aber vorerst aus. „Die haben in den nächsten zwei Wochen kein Heimspiel“, erklärte er, „und Auswärtsspiele sind vielleicht zu gefährlich für mein Knie.“ Dann sagte er zum x-ten Mal: „Ich bin sehr glücklich.“

Für fcbayern.de berichtet: Nikolaus Heindl

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