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Chance genutzt

Hitzfeld freut sich über Van Buyten

Daniel van Buyten ist das, was man sich unter einem Musterprofi vorstellt. Der Belgier, der in der letzten Saison noch Stammspieler beim FC Bayern war, kam bis zur Partie gegen Wolfsburg erst zu vier Einsätzen in allen drei Wettbewerben zusammengerechnet. In der Innenverteidigung des Rekordmeisters waren Martin Demichelis und Lucio gesetzt , für Van Buyten bleib da nur die Reservistenrolle.

Doch statt sich öffentlich zu beschweren, oder gar seinen Wechsel zu forcieren, gab sich Van Buyten geduldig. „Ich fühle mich wohl hier und bin stolz, beim FC Bayern zu sein“, hatte er immer gesagt. Der 29-Jährige arbeitete weiter hart im Training und betonte immer wieder, auf seine Chance warten zu wollen. Diese ergab sich nun nach Lucios Roter Karte gegen Stuttgart, und Van Buyten hat die Chance im Spiel gegen Wolfsburg beim Schopfe gepackt.

Lob vom Trainer

„Ich freue mich, dass Daniel ein gutes Spiel gemacht hat. Ich habe ihn ins kalte Wasser geworfen, und er hat der Nervenbelastung standgehalten“, lobte Trainer Ottmar Hitzfeld den 1,96 Meter großen Abwehrhünen am Sonntagmorgen. Van Buyten hatte gegen den VfL beweisen können, dass auf ihn Verlass ist, wenn er gebraucht wird.

„Wir haben gut gearbeitet. Schade, dass wir das Gegentor bekommen haben. Insgesamt sind wir zufrieden und das Wichtigste war sowieso der Sieg“, wollte Van Buyten über seine eigene Leistung gar nicht viel sagen, aber zufrieden wie schon lang nicht mehr den Journalisten Rede und Antwort stand. „Es ist für mich immer etwas Besonderes, wenn ich spielen kann.“

Ein blaues Auge und ein dicker Zeh

Dass es ein ganz besonderes Spiel für ihn war mit einer ganz besonderen Drucksituation, wollte er nicht verhehlen. „Ja, man ist schon ein bisschen nervöser, wenn man mehrere Wochen nicht dabei war und weiß, dass man gut spielen muss. Man muss erst mal wieder seinen Rhythmus finden“, beschrieb Van Buyten seine Situation vor dem Anpfiff. Von gewonnenem Zweikampf zu gewonnenem Zweikampf wurde er dann immer sicherer in seinen Aktionen und schaltete sich im Verlauf der Partie auch immer wieder mit in den Angriff ein, gerade bei Standardsituationen vor dem Wolfsburger Tor.

Bei einer dieser Situationen zog er sich eine deutlich sichtbare Prellung an der rechten Schläfe zu. „Es gab viele Zweikämpfe, aber wo es genau passiert ist, weiß ich nicht. Vielleicht nach einer Ecke, aber ich kann mich nicht mehr daran erinnern“, sagte er nach dem Spiel. Hitzfeld teilte am nächsten Morgen mit, dass Van Buyten zudem eine schmerzhafte Prellung am großen Zeh davon getragen hat. Dem Belgier war all dies aber egal. „Man fühlt sich gut wenn man weiß, dass man etwas für die Mannschaft getan hat“, teilte er lächelnd mit.

Lucio könnte gegen Braga spielen

Ob er auch am Samstag beim UEFA-Cup-Spiel in Braga etwas für die Mannschat tun kann, hängt aber nicht nur von seinem Gesundheitszustand ab. Der in der Bundesliga gesperrte Lucio wäre dann spielberechtigt, dafür ist Martin Demichelis aufgrund einer Wadenprellung noch fraglich. „Ich weiß noch nicht, ob ich am Donnerstag dabei bin“, sagte Van Buyten, versprach aber im gleichen Atemzug: „In den Spielen, die ich machen kann, werde ich mein Bestes geben.“

Für fcbayern.de berichtet: Dirk Hauser

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