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Tore, tschüss und hallo

Toni und Klose wollen noch besser werden

Vom Schal, den sich Luca Toni bei seiner Pressekonferenz am Dienstag um den Hals gewickelt hatte, darf man sich nicht täuschen lassen. Der schwarze Stoff war modisches Accessoire und kein Zeichen dafür, dass der Italiener im deutschen Winter ein Dauerfrösteln verspüren würde. Mit der Kälte müsse er sich zwar noch anfreunden, erzählte er, aber immerhin: „Schnee mag ich sehr gerne.“

Nach fünf Monaten beim FC Bayern scheint Luca Toni auch mit dem Winter zurechtzukommen. „Es ist schon kälter als in Italien, aber da muss man durch“, weiß der 30-Jährige. Er sei „glücklich“ in seiner neuen Heimat. „Ich fühle mich sehr wohl hier in München, meine Freundin auch.“

Wettschießen mit Klose

Angst, dass Tonis Torjägerqualitäten einfrieren, muss man also nicht haben. 9-2-2 lautet seine bisherige Saisonbilanz: neun Tore in der Bundesliga, zwei im UEFA-Cup, zwei im DFB-Pokal. Macht 13 Treffer, erzielt in 17 Spielen - das kann sich mehr als sehen lassen. Am Donnerstag in Braga hat er die nächste Chance, seine Bilanz weiter auszubauen.

Vielleicht macht dies aber auch Miroslav Klose, dessen Zwischenbilanz ebenfalls 9-2-2 heißt. Mit Toni liefert sich der deutsche Nationalstürmer seit Saisonbeginn ein Wettschießen sowohl um die vereinsinterne als auch um die Bundesliga-Torjägerkanone. Als Konkurrenten sehen sich beide allerdings nicht. „Man sieht, dass wir uns gut ergänzen“, meinte Toni.

Luft nach oben

Auch Klose ist „froh, dass es bislang so gut funktioniert hat.“ Der 29-Jährige sieht im Zusammenspiel mit seinem Sturmpartner aber noch Luft nach oben. „Wir wollen noch einiges verfeinern“, erzählte er. Die Laufwege stimmten noch nicht ganz, ging Klose ins Detail. „Manchmal stehen wir uns im Weg. Ziel ist, so eingespielt zu sein, dass sich kein Gegner auf uns einstellen kann.“

Auch Toni glaubt: „Wir sind noch nicht das perfekte Paar. Man kann immer etwas verbessern.“ Bei Toni betrifft dies auch die Deutschkenntnisse. „Piano, piano - langsam wird’s besser“, beurteilte er seine sprachliche Entwicklung. Klose findet dies sowieso nebensächlich. „Wichtig ist, dass er seine Leistung auf dem Platz bringt. Das mit der Sprache kriegen wir auch noch hin“, sagte er. Immerhin stellte Klose schon einen Fortschritt bei seinem Sturmpartner fest: „Er kann auch schon ‚Tschüss’ sagen, nicht nur ‚Hallo’.“

Für fcbayern.de berichtet: Nikolaus Heindl

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