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Sosa vor Debüt

Hitzfeld fordert volle Konzentration

Kampf, Leidenschaft, Siegeswille – die von Mannschaftskapitän Oliver Kahn kürzlich noch vermissten Tugenden des FC Bayern traten beim 1:0-Erfolg vergangene Woche in Bielefeld wieder zutage. Getreu der Devise „über den Kampf zum Spiel“ will der Rekordmeister nun am Samstag im Heimspiel gegen den MSV Duisburg (an 15.15 Uhr im FCB-Liveticker und im Webradio bei FCB.tv) nachlegen und auch spielerisch wieder ein Zeichen setzen.

„Wir müssen die richtige Mischung finden zwischen kämpferischem Engagement und unserer spielerischen Linie“, sagte Trainer Ottmar Hitzfeld am Freitag vor dem Abschlusstraining. „In erster Linie zählt, dass man gewinnt“, meinte zwar Verteidiger Philipp Lahm, ergänzte aber: „Wir wollen auch gut spielen. Wir wollen den Fans ein gutes und souveränes Spiel zeigen.“

Als Spitzenreiter in die Winterpause

Schließlich wollen die seit dem ersten Spieltag an der Tabellenspitze stehenden Münchner dem angestrebten Zwischenziel Herbstmeisterschaft einen weiteren Schritt näher kommen. „Natürlich wollen wir Herbstmeister werden“, sagte Daniel van Buyten, drei Punkte zuhause gegen Duisburg seien da „Pflicht“. „Wir werden alles daran setzen, um Herbstmeister zu werden“, ergänzte Hitzfeld.

Das sieht auch Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge so, der in den letzten beiden Spielen gegen die „Zebras“ und eine Woche später bei Hertha BSC Berlin „zwei Siege“ forderte, „um als Spitzenreiter in die Winterpause zu gehen.“ Bei einem Erfolg gegen den Aufsteiger von der Wedau und einer gleichzeitigen Niederlage von Verfolger Werder Bremen bei Hannover 96 wäre der inoffizielle „Halbzeittitel“ schon vor der abschließenden Hinrunden-Partie in Berlin perfekt.

Duisburg hat Potenzial

Allerdings weiß Hitzfeld, dass das Spiel gegen den Tabellenvorletzten aus Duisburg, der erst zwölf Punkte auf seinem Konto hat, alles andere als ein Selbstläufer wird. „Vielleicht spielen sie ein bisschen mehr mit, das käme uns entgegen“, hofft der „General“ auf nicht allzu defensiv eingestellte Gäste. Doch Hitzfeld ahnt bereits: „Das ist wieder so ein Spiel, in dem wir erst wieder ein Abwehrbollwerk knacken müssen.“

MSV-Trainer Rudi Bommer kündigte vor der Abreise nach München zwar eine offensive Spielweise an („Wir wollen über die Außenpositionen Druck machen und uns auch offensiv präsentieren. Nur hinten stehen wollen wir nicht.“), doch nach dem Ausfall seines besten Angreifers Manasseh Ishiaku (fünf Tore/Oberschenkelprellung) ist dies wohl kaum zu erwarten. Dennoch warnte Hitzfeld: „Die Mannschaft hat Potenzial und ein paar gute Spieler, auf die wir achten müssen.“

Sosa oder Schweinsteiger

Mit welchem Personal Hitzfeld das vorletzte Heimspiel des Jahres angehen wird, ist weitgehend klar. Van Buyten wird erneut den gesperrten Lucio in der Innenverteidigung ersetzen, im Mittelfeld könnte José Ernesto Sosa nach dem Ausfall von Hamit Altintop sein Startelfdebüt in der Allianz Arena feiern. Aber auch Bastian Schweinsteiger ist nach überstandener Kniereizung ein Kandidat auf dieser Position. Hitzfeld: „Ich werde mich erst am Samstag entscheiden, wer spielen wird.“

Doch ganz gleich, mit welcher Formation der 58 Jahre alte Fußballlehrer auflaufen lässt: Für den Jahresendspurt forderte er von seinem Personal noch einmal hundert Prozent. „Wir dürfen die Konzentration nicht verlieren. Selbst 10, 20 Prozent können im Leistungssport gefährlich werden.“ Oliver Kahn hätte es kaum besser formulieren können.

So könnten sie spielen:

FC Bayern: Kahn - Lell, van Buyten, Demichelis, Lahm - Sosa, van Bommel, Zé Roberto, Ribéry - Toni, Klose
Im Kader: Rensing, Sagnol, Ottl, Schweinsteiger, Kroos, Schlaudraff, Podolski

MSV Duisburg: Starke - Weber, Filipescu, Schlicke, Willi - Grlic, Tararache - Georgiew, Idrissou, Mokhtari - Lavric

Schiedsrichter: Babak Rafati (Hannover)

Heimbilanz: 21 - 3 - 1; 78:27 Tore

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