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Differenzen ausgeräumt

Sagnol bleibt dem FC Bayern treu

Willy Sagnol machte es noch einmal spannend. Rund ein Dutzend Aufnahmegeräte und mehrere Kameras waren am Mittwochabend nach dem Spiel gegen Thessaloniki in der Mixed Zone der Allianz Arena auf ihn gerichtet, mit gezücktem Stift und spitzen Ohren lauschten die Journalisten seinen Worten. Langsam, mit einer Pause nach jedem Wort, verkündete Sagnol dann kurz vor Weihnachten die frohe Botschaft für alle Bayern-Fans. „Das - war - mit Sicherheit - nicht - mein - letztes Spiel - für Bayern München.“

Damit beendet Sagnol wochenlange Spekulationen um seine Zukunft. Öffentlich hatte der Franzose, der wegen eines Knorpelschadens im Knie sieben Monate ausgefallen war, mit einem Weggang in der Winterpause kokettiert. „Es gab zwei verschiedene Meinungen über meine Rückkehr“, begründete Sagnol seine Wechselabsichten mit einem Disput mit Ottmar Hitzfeld über sein Comeback auf dem Spielfeld.

Klärende Gespräche

„Er hat nicht gespielt, weil er nicht fit war“, sagte Hitzfeld, der Sagnol im letzten Spiel des Jahres gegen Aris Thessaloniki noch einmal elf Minuten Spielpraxis gegönnt hatte. Zuvor hatte Sagnol seit seiner Rückkehr ins Mannschaftstraining Anfang November nur 20 Minuten Bundesliga (gegen Duisburg) und ein paar Minuten im UEFA-Cup (gegen Braga) gespielt. Zudem hat er zwei Partien im Regionalliga-Team des FCB bestritten, eine davon über 90 Minuten.

Sagnol hätte bis zur Winterpause am liebsten öfter bei den Profis gespielt. „Ich habe vielleicht ein bisschen mehr erwartet“, sagte der französische Nationalspieler. In Gesprächen mit dem Vorstand und dem Trainer wurden die Meinungsverschiedenheiten aber mittlerweile ausgeräumt. „Wir haben aus meiner Sicht eine gute Lösung gefunden“, meinte Sagnol, „jetzt sind wir alle zufrieden.“

Leistungsträger Sagnol

„Ich freue mich, dass er hier bleibt“, sagte Hitzfeld, für den der 30-Jährige ein wichtiger Baustein für die Rückrunde ist. „Wenn er die nötige Fitness hat, ist er ein wichtiger Spieler für unsere Mannschaft. Ich baue auf ihn in der Rückrunde“, betonte der FCB-Chefcoach, der hofft, „dass er wieder zum Leistungsträger für den FCB wird.“ Das hat sich Sagnol auf jeden Fall vorgenommen. „Ich freue mich auf die Rückrunde. Ich werde wieder angreifen.“

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