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Rückblick 2007, Teil III

Bayern enteilen der Konkurrenz

Das Fußballjahr 2007 - für den FC Bayern waren dies 12 Monate mit viel Licht und viel Schatten. Von der gescheiterten Qualifikation zur Champions League, der personellen Runderneuerung des Kaders und dem Start-Ziel-Sieg in der Vorrunde der laufenden Saison über das bedauerliche Karriere-Ende zweier begnadeter Fußballer und großen Verletzungssorgen beim Rekordmeister. fcbayern.de blickt noch einmal zurück auf ein bewegtes Fußballjahr 2007.

Der große Rückblick auf 2007, Teil III

29. Juni 2007: Nach 41 Tagen Pause startet der runderneuerte Meister mit der Saisonvorbereitung. Beim ersten lockeren Aufgalopp kann Ottmar Hitzfeld wegen verlängerten Urlaubs, Verletzungen oder Länderspielabstellungen allerdings nur 14 Profis begrüßen, darunter drei der acht Neuzugänge: Miroslav Klose, Hamit Altintop und José Ernesto Sosa. „Wir wollen an die Spitze in Deutschland zurückkehren und auch international wollen wir zur Spitze dazugehören“, gibt Hitzfeld vor „einer der interessantesten Saisons in meinem Leben“ hohe Ziele aus.

28. Juli 2007: Zwei Wochen vor dem Bundesligastart präsentiert sich der FC Bayern in beängstigender Frühform. Mit Siegen gegen Bremen (4:1), Stuttgart (2:0) und Schalke 04 (1:0) gewinnt der Rekordmeister beinahe ungefährdet und zum insgesamt sechsten Mal den Ligapokal. Manager Uli Hoeneß spricht nach dem Erfolg von einer „Standortbestimmung für die Saison. Wir wissen, dass wir gut gerüstet sind.“

06. August 2007: Wie nah Erfolg und Misserfolg beieinander liegen, erfährt der FCB nur eine Woche später zum Auftakt des DFB-Pokals beim Regionalligsten Wacker Burghausen. Trotz drückender Überlegenheit der Hitzfeld-Elf steht es nach 120 Minuten 1:1, die Entscheidung muss im Elfmeterschießen fallen. Und dort bewahrt Kapitän Oliver Kahn mit zwei gehaltenen Schüssen seine Mannschaft vor dem Erstrunden-K.o. „Das Spiel heute hat gezeigt, dass wir weiter hart an uns arbeiten müssen“, sagt Hitzfeld, „es wird alles kein Selbstläufer, das wird heute auch der Letzte gesehen haben.“

11. August 2007: Deutlich unspannender verläuft der Start in die neue Bundesligasaison. Aufsteiger Hansa Rostock wird nach Treffern des neuen Sturmduos Luca Toni und Miroslav Klose (2) mit 3:0 nach Hause geschickt, der FCB setzt sich gleich an die Tabellenspitze. „Für das erste Spiel war das schon ein ganz guter Einstand, mehr aber auch nicht. Das Zusammenspiel mit Luca Toni hat schon recht gut geklappt. Ich hoffe, dass das so weiter geht“, meint Doppeltorschütze Klose.

15. August 2007: Ein Stück lebend Bayern-Geschichte sagt „Servus“. Nach 15 Jahren beim Rekordmeister und 21 gewonnenen Titeln tritt Mehmet Scholl endgültig von der Fußballbühne ab. Mit 0:1 verliert der FCB gegen den spanischen Topklub FC Barcelona das Spiel um den erstmals ausgetragenen „Franz-Beckenbauer-Cup“ - doch im Mittelpunkt steht Mehmet Scholl, der nach Giovane Elber zum zweiten Ehrenspieler des Vereins ernannt wird. „Das war genau der Abschied, den er verdient hat“, meint „Kaiser“ Franz Beckenbauer. Vor dem Spiel wird zudem noch Roy Makaay ebenfalls offiziell in der Allianz Arena verabschiedet.

18. August 2007: Eine Woche nach dem Sieg gegen Rostock setzt der FC Bayern bei Werder Bremen ein erstes großes Ausrufezeichen. Mit 4:0 gewinnt die Hitzfeld-Elf bei den Hanseaten und untermauert seine Favoritenstellung auf die Meisterschaft. Vor allem Neu-Bayer Franck Ribéry bringt in diesem Spiel alle zum Schwärmen. „Ihm zuzuschauen, ist ein Genuss“, sagt Oliver Kahn. Getrübt wird die Freude jedoch durch die Verletzung von Miroslav Klose, der nach einer rüden Attacke in der Anfangsphase zur Halbzeit vom Feld muss und 14 Tage ausfällt.

20. September 2007: Nach einem 3:0 gegen Hannover und zwei 1:1-Unentschieden gegen den Hamburger SV und Vizemeister Schalke 04 startet der FCB als Tabellenführer das Unternehmen UEFA-Pokal. In der Qualifikation zur Gruppenphase wird der portugiesische Erstligist Belenenses Lissabon in München mit 1:0 besiegt, das Rückspiel gewinnt der FCB zwei Wochen später mit 2:0. „Wir haben unsere Pflicht erfüllt und uns für die Gruppenphase qualifiziert“, analysiert Hitzfeld die beiden glanzlosen Vorstellungen gegen die Portugiesen.

07. Oktober 2007: Auch Aufsteiger Karlsruher SC (1:4), Energie Cottbus (0:5), Bayer Leverkusen (0:1) und der 1. FC Nürnberg (0:3) können den Erfolgshunger des FC Bayern nicht stoppen. Nach neun Spielen führt der FCB ungeschlagen und mit fünf Punkten Vorsprung die Tabelle an, erster Verfolger ist der KSC. Auch das Torverhältnis von 25:3 kann sich sehen lassen. Doch Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge warnt: „Wir dürfen nicht glauben, dass wir schon durch sind. Am 9. Spieltag ist noch niemand deutscher Meister geworden.“

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