präsentiert von
Menü
Rückblick 2007, Teil IV

Ein Feuerwerk zum Abschluss

Das Fußballjahr 2007 - für den FC Bayern waren dies 12 Monate mit viel Licht und viel Schatten. Von der gescheiterten Qualifikation zur Champions League, der personellen Runderneuerung des Kaders und dem Start-Ziel-Sieg in der Vorrunde der laufenden Saison über das bedauerliche Karriere-Ende zweier begnadeter Fußballer und großen Verletzungssorgen beim Rekordmeister. fcbayern.de blickt noch einmal zurück auf ein bewegtes Fußballjahr 2007.

Der große Rückblick auf 2007, Teil III

20. Oktober 2007: Mit einem 2:1-Erfolg in Bochum startet der FCB in die zweite Hälfte der Bundesliga-Vorrunde und baut mit einem neuen Startrekord (26 Punkte nach zehn Spielen) seine Tabellenführung auf sechs Zähler aus. Doch die Leichtigkeit, mit der der Rekordmeister seine vorangegangenen Spiele gewonnen hat, scheint verflogen. „Normalerweise fährt man nach Bochum und gewinnt. Heute war es ein hartes Stück Arbeit“, berichtet Uli Hoeneß. Am Jahresende gilt dieses Spiel als „Knackpunkt“ für eine schwächere Phase des FCB, dem zunächst noch zwei torlose Spiele in Dortmund und zuhause gegen Frankfurt folgen.

25. Oktober 2007: Beim serbischen Topklub Roter Stern Belgrad startet der FC Bayern in die UEFA-Cup-Gruppenphase. Auf schwerem Geläuf tut sich der Rekordmeister lange schwer, ehe er durch einen fulminanten Schlussspurt einen 1:2-Rückstand noch in einen 3:2-Sieg dreht. „Das war heute eine absolute Willensleistung. Heute war nicht Schönspielerei angesagt, sondern harter Kampf“, zieht Hitzfeld hinterher zufrieden Bilanz. „Wir waren in dieser Saison noch nie so dicht vor einer Niederlage. Ich wäre am Ende auch mit einem Punkt zufrieden gewesen.“

31. Oktober 2007: Anders als in der Erstrundenpartie in Burghausen läst der FC Bayern im Pokalspiel gegen Borussia Mönchengladbach nichts anbrennen. Dank der Treffer von Luca Toni (2) und Miroslav Klose werden die „Fohlen“ mit 3:1 bezwungen, das Achtelfinale im DFB-Pokal ist erreicht. Dort wartet im Januar 2008 der Regionalligist Wuppertaler SV auf den Rekordchampion.

08. November 2007: Fünf Tage nach dem enttäuschenden 0:0 in der Bundesliga gegen Frankfurt folgt für den FCB der nächste Dämpfer. Im zweiten UEFA-Pokal-Gruppenspiel kommen die Bayern in der Allianz Arena nicht über ein 2:2 gegen die Bolton Wanderers hinaus. „Ich bin stocksauer, weil wir das Spiel leicht hätten gewinnen können“, ärgert sich nicht nur Bayerns Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge hinterher. Für die Münchner ist das der Auftakt turbulenter Wochen.

10. November 2007: Keine 48 Stunden nach dem Bolton-Spiel verliert der FC Bayern beim Deutschen Meister VfB Stuttgart mit 1:3. Ein Déjà-vu-Erlebnis für die Münchner 203 Tage nach der blamablen Vorstellung an gleicher Stätte. „Das Spiel hat mich extrem an das letzte Mal erinnert“, berichtet Hitzfeld, „meine Mannschaft war mental nicht präsent und hat sich in der ersten Viertelstunde überrollen lassen.“ Es soll die einzige Pflichtspielniederlage der Hitzfeld-Elf im gesamten Halbjahr bleiben, dennoch setzt sich der negative Trend fort. „Seit zwei, drei Wochen haben wir gewisse Probleme“, weiß Rummenigge.

16. November 2007: Zum sportlichen „Tief“ (noch führt der FCB mit einem Punkt Vorsprung die Tabelle an) kommen weitere Personalsorgen. Marcell Jansen verletzt sich bei der Nationalmannschaft schwer und fällt bis zum Rückrundenstart aus. Auch Bastian Schweinsteiger muss wegen Knieproblemen vorerst aussetzen. Und für Abwehr-Chef Lucio ist die Hinrunde ebenfalls vorzeitig beendet: Nach seiner Roten Karte in Stuttgart wird der Brasilianer für vier Spiele gesperrt.

24. November 2007: Im Heimspiel gegen Wolfsburg mit dem früheren Bayern-Trainer Felix Magath findet der FCB zurück in die Erfolgsspur und feiert einen knappen 2:1-Sieg. Nach dem Spiel sorgt Willy Sagnol, der erstmal seit acht Monaten wieder im Kader steht, für einen Paukenschlag: „Ich habe den Verein schon vor Wochen gebeten, dass ich im Winter weg kann.“ Doch nach intensiven Gesprächen mit der Vereinsführung ändert der Vize-Weltmeister kurz vor Weihnachten seinen Wunsch.

28. November 2007: Mit einem 1:1-Remis kehrt der FC Bayern vom Auswärtsspiel beim SC Braga nach München zurück und behauptet seine Spitzenposition in der Gruppe F. „Wir haben nun eine wunderbare Ausgangsposition. Wir haben alle Trümpfe in der Hand“, weiß Uli Hoeneß, dass ein Sieg im abschließenden Heimspiel gegen Aris Saloniki zum Gruppensieg und Einzug in die K.o.-Phase reicht.

15. Dezember 2007: Glanzlos aber weiterhin unbesiegt beendet die Hitzfeld-Elf die Vorrunde und behauptet nach einem 1:0 in Bielefeld und zwei torlosen Remis gegen Duisburg und in Berlin die Tabellenführung vor den inzwischen punktgleichen Bremern. Nur aufgrund der besseren Tordifferenz sichern sich die Münchner die Herbstmeisterschaft. „Wir sind Herbstmeister - das war das Ziel vor der Saison, jetzt haben wir es erreicht. In der Winterpause werden wir uns gut vorbereiten, um dann Ende Januar, Anfang Februar hoffentlich die guten Leistungen von August, September zu wiederholen“, zieht Uli Hoeneß seine Vorrunden-Bilanz.

19. Dezember 2007: Mit einem doppelten Feuerwerk verabschiedet sich der FC Bayern von seinen Fans aus dem Fußballjahr 2007. Zunächst überrennt der Rekordmeister im letzten UEFA-Cup-Gruppenspiel Aris Thessaloniki mit 6:0, allein Luca Toni trifft hier vier Mal, und sichert sich souverän den Sieg in der Gruppe F. Hinterher rundet ein farbenfrohes Feuerwerk in der Allianz Arena einen perfekten Fußballabend ab. Trotz eines herbstlichen Zwischentiefs tanzt der Rekordmeister weiter auf drei Hochzeiten. „Wir haben alle Ziele erreicht, die wir erreichen wollten“, stellt Mark van Bommel zufrieden fest. „28 Spiele und nur eins verloren, dass ist eine super Bilanz.“ Diese gilt es nun, im ersten Halbjahr 2008 weiter auszubauen.

Weitere Inhalte