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’Sechs intensive Tage’

FCB bezieht Trainingslager in Marbella

Mit 30 Minuten Verspätung aber dafür mit dem kompletten Kader ist der FC Bayern am Sonntagmorgen zu seinem Wintertrainingslager in Marbella aufgebrochen. Als der Rekordmeister um 11.15 Uhr vom Münchner Flughafen abhob, war auch Franck Ribéry mit an Bord des Lufthansa-Fluges LH 5018 mit Destination Südspanien. Nach der vorzeitigen Niederkunft seiner Frau war der Franzose am Samstagabend aus Frankreich zurückgekehrt, um tags darauf mit den Kollegen gleich nach Marbella weiterzureisen.

„Wir wollen uns im Trainingslager konzentriert auf die Rückrunde vorbereiten“, sagte Trainer Ottmar Hitzfeld vor der Abreise. „Wir haben sechs intensive Tage vor uns mit täglich zwei oder drei Trainingseinheiten“, machte der „General“ einen Tag nach seinem 59. Geburtstag klar, dass in der bevorstehenden Woche unter andalusischer Sonne viel Arbeit auf die Seinen wartet. „Wir haben noch einige Schwachstellen, die wir ausmerzen wollen.“

An die Grenzen der Belastbarkeit

Nach der ersten Trainingswoche in München und den beiden Testspielen beim FC Augsburg (2:1) und gegen das Team China (7:2) will Hitzfeld nun in die nächste Phase der Rückrunden-Vorbereitung einsteigen. „Wir werden noch mal an die Grenzen der Belastbarkeit gehen“, kündigte der Fußballlehrer Schweiß treibende Fitnessarbeit mit „höheren Intensitäten als in der ersten Woche“ an.

„Marbella wird eine sehr wichtige Woche für uns“, sagte auch Rechtsverteidiger Willy Sagnol, der nach seiner langen Verletzungspause wieder voll angreifen will. „Wir müssen viel arbeiten, denn die Saison geht bis Mai, für manche bis Juni“, weiß der französische Nationalspieler, dass in den kommenden Tagen die Grundlagen auch für die im Sommer stattfindende Europameisterschaft gelegt werden.

Zusätzliche Offensivkonzepte

Neben den konditionellen Aspekten spielt aber vor allem das Taktiktraining eine vorrangige Rolle. „Wir werden im taktischen Bereich einiges einstudieren, die Automatismen schulen, alles wieder durchspielen“, so Hitzfeld. „Linienspiel, Aufrücken der Abwehr, Flexibilität im Mittelfeld, Einstudieren der Laufwege“, nannte Hitzfeld die Schwerpunkte für die nächsten Tage.

Auch wenn seine Mannschaft mit nur acht Gegentreffern („Das war sehr, sehr gut“) die beste Abwehr der Liga stellt, soll das Defensivverhalten weiter stabilisiert werden. Und in der Offensive wolle man „ein paar Konzepte zusätzlich einspielen, um auch gegen defensiv kompakte Gegner ein Mittel zu finden, dass wir da die Geduld nicht verlieren und trotzdem gezielt angreifen.“ Schließlich könne man „auch die Standardsituationen noch verbessern.“

Nur Training, kein Testspiel

Um dieses Vorhaben perfekt umzusetzen wurde auch das geplante Testspiel beim spanischen Erstligisten UD Almeria abgesagt. „Ich finde das gut, so können wir eine Woche gut und hart nur trainieren, ohne Unterbrechung durch ein Spiel“, begrüßte Mark van Bommel die Entscheidung, zumal die Anreise ins rund 300 Kilometer entfernte Almeria nur per Bus möglich gewesen wäre. „Acht Stunden im Bus sitzen, wäre sicherlich nicht förderlich“, sagte Hitzfeld.

Für fcbayern.de in Marbella: Carsten Zimmermann

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