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2 Mal Klose, 1 Mal Toni

FCB-Kanoniere schon in Torlaune

Eigentlich hätte Miroslav Klose nach dem Pokalspiel gegen den Wuppertaler SV recht zufrieden sein können. Mit zwei sehenswerten Toren hatte der Nationalstürmer beim 5:2-Erfolg in der Schalke-Arena keinen unwesentlichen Anteil zum Einzug seiner Mannschaft ins Viertelfinale geleistet. Sein Kopfball zum 1:0 war ein Treffer der Marke Lehrbuch, was Sprungkraft und Timing in der Luft angeht. Und beim 2:1 bewies er große Schlitzohrigkeit, als er erfolgreich auf einen Fehler von WSV-Kepper Maly lauerte.

Doch Klose war es nicht. „Wer mich kennt, weiß, dass ich Perfektionist bin. Die zwei Gegentore liegen mir schon schwer im Magen“, sagte der 29-Jährige nach der Partie in die Reporter-Mikrofone. Über seine eigene Leistung verlor Klose wie fast immer, wenn er danach gefragt wird, nicht ein einziges Wort.

Hitzfelds Sonderlob

Dabei hätte es ihm an diesem Abend wohl keiner übel genommen. Im ersten Pflichtspiel nach der Winterpause erzielte er bereits seine Treffer Nummer drei und vier im DFB-Pokal. Auch in der Bundesliga (9) und im UEFA-Cup (3) traf er bislang regelmäßig. Gemeinsam mit seinem ebenso treffsicheren Sturmpartner Luca Toni - der Italiener traf gegen Wuppertal zum vorentscheidenden 4:2 - bildet er seit Saisonbeginn den neuen Traumsturm des FC Bayern.

„Ich bin froh, dass wir Stürmer hatten, die präsent waren und dass Miro und Luca wieder getroffen haben“, sagte ein zufriedener Ottmar Hitzfeld am Tag danach in München und verteilte ein Sonderlob an seine beiden Torjäger: „Miro hat sich sehr gut bewegt, war immer anspielbar und sehr flexibel. Luca ist in sehr guter Frühform.“ Hitzfeld ist sich sicher, dass die Treffer von Schalke für beide „Gold wert“ waren. „Das löst den Knoten und gibt Sicherheit - auch im Kombinationsspiel.“

Klose traut sich 25 Tore zu

Genau da sieht Klose aber durchaus noch Luft nach oben. „In unserem Zusammenspiel sind wir schon sehr weit, aber an den Feinheiten müssen wir noch feilen“, sagte er zu Wochenbeginn in einem „kicker“-Interview. Das zeigte auch die zweite Hälfte gegen Wuppertal, als bei zwei, drei verheißungsvollen Strafraumszenen Unstimmigkeiten zwischen den beiden zu beobachten waren. Auch an den Laufwegen müsse man noch arbeiten, „da muss noch ein blindes Verständnis entstehen. Manchmal stehen wir uns zu nah auf den Füßen, dann ist der Abstand wieder zu groß“, sagte Klose.

Sowohl er als auch Toni haben sich nämlich noch viel vorgenommen in ihrem ersten Jahr beim FC Bayern. „Ich setze mir keine Zahl zum Ziel. Aber mein Ziel ist es, mich immer weiter zu verbessern“, sagte Toni auf die Frage, wie viele Tore er in dieser Saison erzielen möchte. Bislang waren es in allen drei Wettbewerben zusammengerechnet 18. Klose wurde da, was die Bundesliga angeht, etwas konkreter. „25 Tore sind noch drin für mich.“ So viele also wie vor zwei Jahren, als er in Bremen Bundesliga-Torschützenkönig wurde. Schon am Freitag beim Bundesliga-Rückrundenauftakt in Rostock können Klose und Toni ihr Torkonto weiter ausbauen.

Für fcbayern.de in Gelsenkirchen: Dirk Hauser

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