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Positives Fazit

FCB legt Basis für erfolgreiche Rückrunde

Rundum zufrieden und mit großer Zuversicht für die bevorstehende Rückrunde hat der FC Bayern am Samstag sein Trainingslager im südspanischen Marbella beendet. Nach sieben Tagen mit insgesamt elf Übungseinheiten unter andalusischer Sonne sieht Ottmar Hitzfeld vor seiner letzten Halbserie als Vereinstrainer seine Mannschaft gerüstet für den Großangriff auf drei Titel.

„Das Fazit fällt natürlich positiv aus“, sagte Hitzfeld zum Abschluss des einwöchigen Aufenthalts im Mannschaftsquartier „Westin La Quinta“. „Wir hatten hier optimale Trainingsbedingungen, die Mannschaft konnte sich auf das Wesentliche, nämlich auf die Trainingsarbeit, konzentrieren. Ich glaube, dass wir sehr gut und sehr intensiv gearbeitet haben“, zeigte sich der 59-Jährige zufrieden mit den vergangenen Tagen.

Werte besser als im Sommer

Vor allem die Tatsache, dass in der ganzen Woche „fast keine Ausfälle“ zu beklagen gewesen seien, machte Hitzfeld „sehr glücklich“. Hier und da mal eine Muskelverhärtung aufgrund der laut Hitzfeld „hohen Trainingsbelastung“, doch mehr sei zum Glück nicht vorgefallen. So kann der „General“ bis auf den rekonvaleszenten Marcell Jansen, der in rund zwei Wochen wieder das Mannschaftstraining aufnehmen soll, mit dem vollzähligen Kader die letzte Trainingswoche vor dem ersten Pflichtspiel im DFB-Pokal gegen Wuppertal angehen.

Im konditionellen Bereich haben die Spieler „mit hoher Intensität“ gearbeitet und sich im Vergleich zur Hinrunden-Vorbereitung klar verbessert. Das belegen in erster Linie die Ergebnisse diverser Leistungstests, die Hitzfeld als „sehr gut“ bezeichnete, „besser als im letzten Sommer“. Damit hätten er und sein Trainerteam eine „gute Basis“ für eine erfolgreiche Rückrunde gelegt. „Ich bin optimistisch, dass wir in guter physischer Verfassung sein werden. Wir müssen das dann alles umsetzen und Tore schießen.“

Gutes Essen, ein Bett, einen Platz

Aber auch im taktischen Bereich haben Hitzfeld und sein Assistent Michael Henke mit den FCB-Akteuren intensiv gearbeitet, um in der Rückrunde an den phasenweise begeisternden Fußball vom Saisonbeginn anzuknüpfen und die hochgesteckten Ziele in Bundesliga, DFB- und UEFA-Pokal zu erreichen. „Die deutsche Meisterschaft genießt absolute Priorität“, stellte Hitzfeld klar. Es sei „ein schönes Gefühl, die Bundesliga zu beherrschen.“

Als großen Vorteil bezeichnete Hitzfeld auch die Tatsache, kein Testspiel während des Trainingslagers ausgetragen zu haben. Man habe nicht nur durchgehend und intensiv trainieren können, sondern auch weniger Verletzungen riskiert. „Man kann sich auch ohne Spiele sehr gut vorbereiten“, stimmte Mark van Bommel zu, der die wichtigsten Kriterien für ein gelungenes Trainingslager aufzählte: „Gutes Essen, ein Bett und einen Fußballplatz, mehr braucht man nicht.“

Saison 2001 als gutes Omen

So kann der FCB nun mit großem Tatendrang und fast vollem Akku die letzte Trainingswoche mit zwei Testspielen angehen. „Wir wollen in einer guten Verfassung in die Spiele gehen“, so Hitzfeld, der allerdings „keine Rücksicht“ auf die Partie am Dienstag bei Fortuna Düsseldorf nehmen will und für Montag zwei Trainingseinheiten angesetzt hat. Erst für das Lokalderby am Samstag gegen den TSV 1860 München wolle man „in einer ausgeruhteren Phase“ sein, so Hitzfeld weiter.

Das Trainingslager in Marbella 2008 könnte auch ein gutes Omen für den restlichen Saisonverlauf bedeuten. Auch 2001 gastierte der Rekordmeister an der Costa del Sol und gewann am Saisonende die Meisterschaft und die Champions League. „Wir sind sehr froh, dass wir hierher gekommen sind“, bilanzierte Manager Uli Hoeneß, der sich nach eigenem Bekunden „sauwohl“ gefühlt hat. „Und wenn die Saison 2008 so abgeschlossen wird wie 2001, dann war das eine gute Entscheidung.“

Für fcbayern.de in Marbella: Carsten Zimmermann

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