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Rückrundenauftakt

FCB will Hansa-Kogge entern

Der Start im DFB-Pokal ist geglückt, jetzt will der FC Bayern auch in der Bundesliga seine Titelambitionen untermauern: Beim FC Hansa Rostock eröffnet der deutsche Rekordmeister am Freitagabend die Rückrunde (ab 20.15 Uhr im FCB-Liveticker und im Webradio bei FCB.tv), erwartet dabei aber eine deutliche schwerere Aufgabe als beim 5:2-Erfolg am Dienstag gegen den Regionalligisten Wuppertaler SV.

„Hansa Rostock spielt gegen den Abstieg und steht dadurch mit dem Rücken zur Wand“, sagte Trainer Ottmar Hitzfeld vor der Partie beim Tabellen-15., der nur zwei Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz hat. „Sie haben im Pokal verloren und wollen sich rehabilitieren. Da ist man noch konzentrierter und aggressiver. Wir wissen, was uns erwartet“, so Hitzfeld weiter.

Rostock wird kein Selbstläufer

„Wir werden Rostock auf keinen Fall unterschätzen“, warnte auch Miroslav Klose, gegen Wuppertal noch zweifacher Torschütze, davor, dass das Spiel angesichts der Pokalergebnisse und des klaren 3:0-Erfolgs zum Saisonauftakt alles andere als ein Selbstläufer wird. „Rostock hat eine andere Mannschaft als die, die wir 3:0 geschlagen haben. Sie haben gute Fortschritte gemacht und werden uns alles abverlangen“, ergänzte Hitzfeld.

Seine Mannschaft müsse sich im Vergleich zum Pokalspiel um „20, 30 Prozent steigern, um dort erfolgreich zu sein“, forderte der 59 Jahre alte Fußballlehrer und bekam dabei Unterstützung von seinem Kapitän: „Wenn wir gegen Rostock so spielen wie zu Beginn gegen Wuppertal, werden wir böse unter die Räder kommen“, meinte Oliver Kahn.

Zweikämpfe der Schlüssel zum Erfolg

Allerdings sollte dem FCB vor allem nach der starken zweiten Halbzeit im Pokal nicht Bange sein. „Da haben wir gesehen, dass wir schon in guter Verfassung sind“, sagte Rechtsverteidiger Willy Sagnol, der in Rostock erstmals seit zehn Monaten wieder von Beginn an in der Bundesliga zum Einsatz kommen dürfte. „Wir müssen vorsichtig sein und wie in der zweiten Halbzeit in Wuppertal viele Zweikämpfe gewinnen. Das ist der Schlüssel zu Erfolg.“

Doch Hitzfeld erwartet gegen die Hanseaten kein reines Kampfspiel. „Rostock kann spielerische Akzente setzen und wird uns auch in der Defensive fordern. Sie haben offensiv sehr starke Spieler, sie sind brandgefährlich bei Kontern und bei Standardsituationen. Es wartet harte Arbeit auf uns“, so der „General“, der personell fast aus dem Vollen schöpfen kann, auch wenn ihm der eine oder andere prominente Akteur fehlt.

FCB in guter Verfassung

So muss Hitzfeld neben den verletzten Marcell Jansen (Aufbautraining) und Lukas Podolski (Bandscheibenvorfall) auch auf Bastian Schweinsteiger (Gelbsperre) und Michael Rensing (Hexenschuss) verzichten. Neuzugang Breno hat noch Trainingsrückstand und wurde deshalb noch nicht berücksichtigt.

Nach sechswöchiger Pause ist Hitzfeld „froh, dass die Bundesliga wieder ins Rollen kommt. Wir sind gut vorbereitet, haben eine gute körperliche Verfassung“, für den Titelkampf, in dem Sagnol nur einen Favoriten kennt: „Ein Sieg in Rostock wäre keine Überraschung für uns. Wenn Bayern fit ist, kenne ich keine Mannschaft in der Bundesliga, die uns, über die Saison gesehen, schlagen kann.“

Der Kader für das Spiel in Rostock: Kahn, Dreher, Sagnol, Lucio, Van Buyten, Demichelis, Lahm, Lell, Ribéry, Altintop, Zé Roberto, Ottl, Van Bommel, Sosa, Kroos, Toni, Klose, Schlaudraff
Es fehlen: Rensing (Hexenschuss), Jansen (Aufbautraining), Podolski (Bandscheibenvorfall), Schweinsteiger (Gelbsperre), Breno (Trainingsrückstand)

Schiedsrichter: Florian Meyer (Burgdorf)

Heimbilanz: 3 - 1 - 7, 8:21 Tore

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