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Klinsmann exklusiv:

'Fühle mich der Aufgabe absolut gewachsen'

240 Journalisten, 33 Fernsehkameras, Live-Schaltungen in alle Welt - Jürgen Klinsmann hat bei seiner Vorstellung als künftiger FC Bayern-Trainer am Freitag in München für ein überwältigendes Medieninteresse gesorgt. Nach seiner ersten Pressekonferenz zog sich der 43-Jährige mit Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß, Karl Hopfner und Franz Beckenbauer zurück auf eine Tasse Kaffee in den Raum „Sapporo“ des Hotels Arabella Sheraton. Hier nahm er sich die Zeit zu einem exklusiven Interview mit FCB.tv. Die wichtigsten Aussagen daraus hat fcbayern.de zusammengestellt.

Das Interview mit Jürgen Klinsmann:

fcbayern.de: Herr Klinsmann, ab 1. Juli sind Sie neuer Trainer beim FC Bayern. Wie ist Ihre Rückkehr nach München zustande gekommen und wie gehen Sie an diese Aufgabe heran?
Klinsmann: „Das ist auch für mich ein sehr emotionaler Moment, ich freue mich riesig auf diese Aufgabe. Es ist etwas ganz Besonderes, den FC Bayern übernehmen zu dürfen. Die Kontaktaufnahme geschah durch Karl-Heinz Rummenigge kurz vor Weihnachten, danach haben wir die Gespräche intensiviert. Alles lief reibungslos und schnell ab. Jetzt warte ich auf den 1. Juli. Ich werde mich optimal vorbereiten und einen Trainerstab aufbauen, der es in sich haben wird.“

fcbayern.de: War es eine leichte Entscheidung für Sie, das Traineramt beim FC Bayern zu übernehmen?
Klinsmann: „Vor allem familiär ist es eine große Veränderung in meinem Leben. Von daher war es nur eine familiäre Entscheidung. Als Karl-Heinz Rummenigge anrief, habe ich mit meiner Frau Debbie gesprochen, ob Sie es sich vorstellen könnte, nach München zurückzukehren - und Sie hat spontan gesagt: Ja. Da war die größte Hürde genommen. Jetzt freue ich mich darauf, mit internationalen Ausnahmespielern arbeiten zu dürfen und bei einem Klub, der mir sämtliche Voraussetzungen gibt, erfolgreich zu sein.“

fcbayern.de: Sie werden also mit Ihrer Familie nach Deutschland ziehen?
Klinsmann: „Ja, natürlich. Uns war bewusst, dass wir umziehen müssen, wenn ich eines Tages einen Verein übernehme. Wir kennen München und das Umfeld, von daher wissen wir, was auf uns zukommt. Das hat vieles erleichtert. Im Sommer werden wir uns von Kalifornien verabschieden.“

fcbayern.de: Man kennt Sie als erfolgreichen Spieler und Bundestrainer. Jetzt wartet auf Sie als Vereinstrainer eine neue Herausforderung. Was reizt Sie daran?
Klinsmann: „Der FC Bayern ist das Nonplusultra im deutschen Vereinsfußball. Wenn man im Ausland über einen deutschen Klub redet, dann redet man über den FC Bayern. Das ist eine große Verantwortung, eine große Herausforderung und ein großer Reiz. Dieser Aufgabe fühle ich mich absolut gewachsen. Meine Zeit als Bundestrainer habe ich sehr intensiv gelebt und sehr viel gelernt. Ich weiß, wie ich die Dinge zusammenbasteln möchte, wie man mit den Spielern umgehen sollte, und ich habe eine Philosophie, die sich voll auf den einzelnen Spieler konzentriert. Ich gehe sehr selbstbewusst an diese Aufgabe heran.“

fcbayern.de: Wird man auf Vereinsebene einen neuen Trainer Jürgen Klinsmann erleben?
Klinsmann: „Die Arbeit als Bundestrainer ist nicht übertragbar auf die Arbeit im Verein. Hier gibt es eine andere, faszinierende Konstellation, in der man mehr Einfluss nehmen kann auf die persönliche Entwicklung der einzelnen Spieler. Ich glaube auch, dass man sich in jeder Phase seines Lebens ständig weiterentwickelt. Deswegen werde ich als Bayern-Trainer Dinge wahrscheinlich ein bisschen anders anpacken, als ich das als Bundestrainer gemacht habe. Die WM ist mittlerweile eineinhalb Jahre her, deswegen mache ich Dinge anders als vor eineinhalb Jahren.“

fcbayern.de: Welche Ziele stecken Sie sich als zukünftiger Trainer des FC Bayern?
Klinsmann: „Die Ziele sind naturgegeben. Der FC Bayern hat einfach die Erwartungshaltung, möglichst viele Titel zu gewinnen. Ich wünsche Ottmar Hitzfeld eine super Rückrunde, in der er die Titel einfährt, die er sich wünscht. Je mehr Titel ich dann verteidigen kann desto besser.“

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