präsentiert von
Menü
Kampf um die Stammplätze

Hitzfeld baut auf die Elf der Hinrunde

Es liegt an einer grundlegenden mathematischen Erkenntnis, dass über der Vorbereitungszeit von Fußballmannschaften eine besondere Spannung liegt. Die Zahl der Spieler (beim FC Bayern 24) ist größer als die Zahl der zu vergebenden Plätze in der Mannschaft (11). Die Folge ist: Konkurrenzkampf. „In der Vorbereitung hat jeder die Hoffnung zu spielen“, weiß auch Ottmar Hitzfeld. Zum Start in die Rückrunde wird der FCB-Chefcoach im Vergleich zur Hinrunde aber wohl nur punktuell Änderungen in seiner ersten Elf vornehmen. „Die Spieler, die sich in der Vorrunde bewährt haben, kristallisieren sich als die Mannschaft heraus“, sagte er in Marbella.

Dass Hitzfeld zu großen Teilen wieder auf das Team der Hinrunde setzt, liege auch an der kurzen Vorbereitungszeit, erklärte der Trainer. Statt fast sechs Wochen wie im Sommer stehen ihm jetzt nur gut drei Wochen bis zum ersten Pflichtspiel zur Verfügung. Hitzfeld muss sich daher darauf konzentrieren, „die Mannschaft möglichst schnell einzuspielen, sofort die Automatismen zu bekommen“. Viele Chancen könne man dem Einzelnen Spieler da nicht geben. „Man muss sich auf den Kern der Mannschaft konzentrieren.“

Konkurrenz auf Rechts

Umstritten sind in der Startformation des FC Bayern offenbar nur zwei Positionen: Willy Sagnol und Christian Lell konkurrieren um den Posten des rechten Verteidigers, Bastian Schweinsteiger, José Ernesto Sosa und Hamit Altintop im rechten Mittelfeld. Im Sturm sind Miroslav Klose und Luca Toni gesetzt. „Miro und Luca haben sich in der Vorrunde gut eingespielt. So werden wir sicher auch die Rückrunde beginnen“, legte sich Hitzfeld bereits fest.

Für Lukas Podolski und Jan Schlaudraff bleibt somit zumindest zum Rückrundenstart erneut nur ein Platz auf der Ersatzbank. Podolski habe zu Beginn der Wintervorbereitung wegen einer Grippe „ein paar wertvolle Tage verloren“, meinte Hitzfeld und bescheinigte dem deutschen Nationalstürmer „Trainingsrückstand“. Gleiches gilt für Neuzugang Breno. Der brasilianische Innenverteidiger müsse sich erst „an die Intensität unseres Trainings gewöhnen“, sagte Hitzfeld.

Noch acht Tage

In den Test sei Brenos Puls immer rasch nach oben geschnellt. Im Ausdauerbereich sei bei dem 18-Jährigen daher noch „Aufbauarbeit“ zu leisten, meinte der FCB-Trainer. Das sieht auch Breno selbst so. „In Brasilien trainiert man nur am Vormittag, hier zwei Mal täglich - das ist schon sehr hart“, erzählte er in Marbella. „Breno wird am Anfang noch nicht eingesetzt werden können“, erklärte Hitzfeld.

Doch sowohl für Breno und Podolski als auch für alle anderen Spieler gilt: Das letzte Wort darüber, wer zum Rückrundenstart am 29. Januar im DFB-Pokal-Achtelfinale beim Wuppertaler SV auflaufen wird, ist noch nicht gesprochen. Acht Tage und zwei Testspiele bleiben den Spielern noch, um für die erste Elf zu Pluspunkte zu sammeln. Dann wird abgerechnet.

Weitere Inhalte