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Nationalcoach oder TV-Experte

Hitzfeld: 'Nie mehr Vereinstrainer'

Mit großer Motivation und dem Anreiz, drei Titel zu gewinnen, biegt Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld auf die Zielgerade seiner langen und erfolgreichen Laufbahn als Vereinstrainer. „Wenn man Trainer ist, will man alle Ziele erreichen, die man anstrebt“, sagte Hitzfeld am Freitag im Trainingslager in Marbella und machte deutlich, dass er den Rekordmeister im Sommer am liebsten mit dem Triple im Gepäck verlassen möchte. „Dafür muss aber alles passen, auch das Schlachtenglück.“

Eine Woche, nachdem der FC Bayern die Verpflichtung von Jürgen Klinsmann als Hitzfelds Nachfolger bekannt gegeben hat, zeigte sich Hitzfeld unter andalusischer Sonne entspannt aber dennoch höchst motiviert. Seit dem feststehenden Abschied zum Saisonende arbeite er „vielleicht noch konzentrierter“ als zuvor. „Ich will mich hier erfolgreich verabschieden“, meinte der 59 Jahre alte Fußballlehrer.

Nationaltrainer oder TV-Experte

Zugleich kündigte der „General“ an, sich nach seiner Tätigkeit beim FC Bayern aus dem Vereinsfußball zurückzuziehen. „Ich weiß nicht, ob ich überhaupt noch einmal den Trainerjob ausführen werde“, ließ Hitzfeld eine Rückkehr auf die Trainerbank offen. Er werde aber „sicherlich nicht mehr“ bei einem Verein anheuern, erklärte Hitzfeld, sondern höchstens als Nationaltrainer arbeiten, „wo ich weniger Spiele habe“.

Eine mögliche Option ist das Amt als Schweizer Nationaltrainer als Nachfolger des nach der Europameisterschaft scheidenden Jakob „Köbi“ Kuhn, doch kurzfristige Verhandlungen diesbezüglich seien derzeit „nicht geplant“, so Hitzfeld. Sicher sei lediglich, dass er „bis Ende März“ eine Entscheidung getroffen haben will, wie es weitergeht. „Ich muss erst für mich entscheiden, ob ich weitermachen möchte oder nicht.“ Eine Alternative sei auch wieder ein Job als TV-Experte.

Besser als je zuvor

Bis dahin will und wird er aber noch all seine Kraft in den Dienst des FC Bayern stellen, mit dem er in der bevorstehenden zweiten Saisonhälfte noch einiges erreichen möchte. „Besser aus als je zuvor“, antwortete Hitzfeld auf die Frage eines Journalisten, wie es derzeit in seinem Innersten ausschaue. Mit der Ziellinie vor Augen sei die Arbeit „überschaubar“, in vier Monaten wolle er „eine intakte Mannschaft übergeben.“

Zwei Wochen vor Beginn der Bundesliga-Rückrunde beim FC Hansa Rostock bezeichnete Hitzfeld den Umbruch der Mannschaft als „eine der größten Herausforderungen als Trainer.“ Nun wolle er in seiner verbleibenden Zeit in München „das Vertrauen, das mir der Verein gibt, zurückzahlen.“

Für fcbayern.de in Marbella: Carsten Zimmermann

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