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Transfer-Coup

Nationalspieler Borowski kommt für drei Jahre

Nach der Sensationsverpflichtung von Jürgen Klinsmann als Nachfolger des am Saisonende scheidenden Ottmar Hitzfeld ist dem FC Bayern nun auch auf dem Spielermarkt ein Transfercoup gelungen. Nationalspieler Tim Borowski wechselt zum 1. Juli 2008 ablösefrei von Werder Bremen zum deutschen Rekordmeister und wird bei den Münchnern einen Dreijahresvertrag bis zum 30. Juni 2011 erhalten

„Wir haben uns mit dem Management von Tim Borowski geeinigt“, bestätigte FCB-Manager Uli Hoeneß am Montagvormittag im Trainingslager in Marbella auf Anfrage von fcbayern.de. Man habe eine mündliche Einigung erzielt und „in den nächsten Wochen werden die Verträge unterschrieben. “Hoeneß berichtete, dass der 27-jährige Mittelfeldspieler schon vor längerer Zeit das Interesse der Bayern-Bosse auf sich gezogen hat. „Jetzt hat uns die Möglichkeit, ihn ablösefrei zu verpflichten, schon gereizt. Das kommt bei Nationalspielern nicht alle Tage vor.“

Spieler begrüßen Transfer

Borowski wird nach Miroslav Klose, Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm, Lukas Podolski, Marcell Jansen und Jan Schlaudraff der siebte deutsche Nationalspieler im Kader der Münchner sein. „Es ist immer gut, wenn man Nationalspieler verpflichten kann. Tim ist ein sehr, sehr guter und sympathischer Spieler“, begrüßte Lahm die Einigung mit seinem Bremer Nationalelfkollegen.

„Tim Borowski ist ein guter und intelligenter Spieler, der offensiv sehr stark ist. Er macht Tore und wird uns nach vorne bringen. Das war eine sehr gute Entscheidung des Vereins“, freut sich auch Abwehrspieler Daniel van Buyten über den prominenten Neuzugang.

Kein Verdienst von Klinsmann

Hoeneß widersprach derweil Vermutungen der Presse, wonach die Verpflichtung einer der „WM-Helden“ von Klinsmann schon ein Verdienst des zukünftigen Bayern-Coaches gewesen sein könnte. „Das ist Zufall, denn man kann sich ja vorstellen, dass man nicht von Freitag bis Sonntag einen Transfer über die Bühne bringt“, sagte Hoeneß. Klinsmann habe aber den Transfer „begrüßt und für sehr gut empfunden“.

„Der Klinsmann-Transfer hat keine Rolle für mich gespielt. Meine Entscheidung stand schon vorher fesr“,erklärte auch Borowski am Montag im Trainingslager der Bremer im türkischen Belek. Er verhehlte aber nicht, dass er sich auf die erneute Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Bundestrainer freut: „Dass Klinsmann zu den Bayern kommt, ist natürlich positiv für mich.“

Gute WM von Borowski

Seine beste Zeit als Nationalspieler erlebte Borowski schließlich in der zweijährigen Bundestrainer-Ara von Klinsmann. Er erwarb sich seinerzeit den Ruf als „Mini-Ballack“, ersetzte den deutschen Kapitän sogar im WM- Eröffnungsspiel gegen Costa Rica (4:2), verwandelte einen Strafstoß im Elfmeterschießen gegen Argentinien im Viertelfinale und gehörte zur Startelf im verlorenen Halbfinale gegen Italien.

Borowski war 1996 vom 1. FC Neubrandenburg in das Jugendinternat von Werder Bremen gekommen und gehört seit 2001 dem Profikader an. Er bestritt bisher 157 Bundesliga-Spiele und erzielte 21 Tore. In der DFB-Auswahl hatte er 31 Einsätze und traf dabei zweimal.

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