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Ziel Rathausbalkon

Ribéry und Van Buyten voller Tatendrang

Die Verbindung zwischen Franck Ribéry und Daniel van Buyten ist eine ganz besondere. Seit dem Tag, an dem Frankreichs „Fußballer des Jahres“ zum FC Bayern gekommen ist, steht ihm der Belgier helfend zur Seite und hat sich inzwischen zur wichtigsten Bezugspersonen und Freund des Neu-Münchners entwickelt.

Da passte es fast schon ins Bild, dass beide zu Beginn der Rückrundenvorbereitung zunächst wegen einer Grippe pausieren mussten. Ribéry flog dann vergangenen Dienstag kurzfristig in seinen Heimatort Boulogne-sur-mer, wo seine Frau Wahiba das zweite gemeinsame Töchterchen Shahinez zur Welt brachte.

Batterien sind wieder voll

Doch inzwischen stehen beide wieder im Mannschaftstraining und sprühen im Trainingslager in Marbella nur so vor Tatendrang. „Die Pause ist uns gut bekommen, es war wichtig, dass wir mal wieder durchatmen konnten. Jetzt fühle ich mich gut, um Vollgas zu geben“, freute sich Ribéry auf die intensive Trainingsarbeit in Südspanien und die bevorstehende Rückrunde.

„Die Batterien sind wieder voll“, ergänzte Van Buyten, der sich für die zweite Halbserie zwei Ziele gesetzt hat: „So viel wie möglich zu spielen und Titel zu holen.“ Im Schatten der gesetzten Innenverteidiger Martin Demichelis und Lucio kam Van Buyten in der Hinrunde lediglich auf sechs Bundesligaeinsätze. Und der Belgier weiß, dass es auch in der Rückrunde schwer wird, an den beiden vorbei zu kommen.

Ribéry will an seiner Spielweise festhalten

„Ich bin Profi und hoffe immer, dass ich spiele. Ich gebe jeden Tag mein Bestes und dann wird man sehen.“ Angesichts der vielen Spiele in den nächsten Monaten könnte Van Buyten aber noch eine wichtige Rolle beim Rekordmeister spielen, zumal Neuzugang Breno sicher noch etwas Zeit benötigt, um sich zu akklimatisieren.

Keine Sorge um einen Stammplatz muss sich dagegen Ribéry machen, der neben dem Bremer Diego und dem Hamburger Rafael van der Vaart zu den prägenden Spielern der Hinrunde gehörte. Auch wenn sich die Gegenspieler in der Bundesliga zunehmend auf ihn eingestellt haben, will der dribbelstarke und antrittsschnelle Franzose an seiner spektakulären Spielweise festhalten.

Trikot muss nass sein

„Ich werde meine Spielweise nicht ändern, ich werde auch weiter unberechenbar bleiben“, kündigte er im Pressegespräch im Mannschaftsquartier „Westin La Quinta“ an. Fragen, ob er mitunter nicht zu viel laufe und mit seinen Kräften besser haushalten müsse, wehrte er umgehend ab. „Ich brauche das, ich bin einfach so. Wenn ich auf dem Platz bin, muss das Trikot nass sein und ich das Gefühl haben, alles gegeben zu haben.“

Im Titelkampf sieht der Vizeweltmeister sein Team gegenüber den Konkurrenten in der besseren Ausgangsposition. „Wir haben einen großen Kader, die Qualität der Gruppe spricht für uns.“ Im Gegensatz zur Hinrunde dürfe man aber künftig zuhause „keine Punkte mehr verlieren“, dann sollte das Thema Meisterschaft auch klappen. Jede Wette, dass Franck Ribéry und Daniel van Buyten dann auch nebeneinander auf dem Münchner Rathausbalkon stehen werden.

Für fcbayern.de in Marbella: Carsten Zimmermann

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