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Hinrunde abgehakt

Schlaudraffs verspäteter Start beim FCB

Der Start von Jan Schlaudraff beim FC Bayern stand wirklich nicht unter einem guten Stern. Da war zunächst die Bandscheiben-Operation im letzten Juni, die ihn anschließend zu einer mehrmonatigen Pause zwang. Auch privat gab es zunächst Probleme mit der neuen Wohnung und verloren gegangenen Möbeln. Und als sich der Ex-Aachener im Herbst in den Kader gekämpft hatte, lief es beim Rekordmeister nicht mehr so rund wie zu Saisonbeginn „und der Trainer hat deshalb weniger gewechselt, weil die Spiele auf der Kippe standen“, erklärte Schlaudraff rückblickend.

Ganze acht Einsätze stehen für den 24-Jährigen daher bisher zu Buche, jeweils vier in der Bundesliga und im UEFA-Cup. Jedes Mal wurde er erst im Verlauf der zweiten Halbzeit eingewechselt, zuletzt in der 82. Minute des Hinrundenfinales am 15. Dezember in Berlin. Um mehr Spielpraxis zu bekommen, lief er insgesamt vier Mal für die FCB-Amateuer in der Regionalliga Süd auf und erzielte dort auch seinen bisher einzigen Pflichtspieltreffer. „Für mich ist das erste Halbjahr auch aufgrund der Verletzung nicht zufrieden stellend gelaufen“, sagte Schlaudraff am Mittwoch nach dem Training an der Säbener Straße .

Hoeneß spricht Mut zu

Um seine Perspektiven beim FC Bayern abzuklopfen, suchte Schlaudraff in der Winterpause das Gespräch mit Manager Uli Hoeneß. Gemeinsam ließen sie das letzte Halbjahr Revue passieren und analysierten die Situation. „Er hat gesagt, dass ich aufgrund der Verletzung in der Hinrunde eigentlich nicht zu bewerten sei und ich mich nicht verrückt machen lassen soll“, berichtete Schlaudraff, der spätestens seit der Unterredung mit Hoeneß hoffnungsvoll der Rückrunde entgegenblickt.

„Für mich war es wichtig, dass ich gesund war und ich von Anfang an die Vorbereitung mitmachen kann“, stellte er klar. Bisher hat der wieselflinke Dribbler kaum eine Einheit verpasst und wusste auch bei den Testspielen zu überzeugen. Mit drei Treffern liegt er gleichauf an der Spitze der Torjägerliste mit Luca Toni, am Dienstagabend beim 3:2-Sieg in Düsseldorf traf er sogar doppelt. „Es war schön für mich, dass ich getroffen habe, aber auch, dass es bisher so positiv für mich gelaufen ist“, sagte er am Tag danach.

Schlaudraff glaubt an Joker-Rolle

Ansprüche auf einen Startplatz im topbesetzten Kader der Münchner stellt er freilich nicht, scheint sich aber auf eine Position in vorderster Front festgelegt zu haben. Luca Toni und Miroslav Klose seien im Sturm aufgrund ihrer Leistungen„zurecht gesetzt. Ich freue mich aber, dass ich jetzt hinten dran bin und meine Einsätze bekomme.“ Schlaudraff ist sich sicher. „Für mich hat es hier eigentlich erst im Winter so richtig angefangen.“

Für fcbayern.de berichtet: Dirk Hauser

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