präsentiert von
Menü
Auflösung der G14

'Stehen vor harmonischer Zukunft'

Er ist der „Außenminister“ des FC Bayern, und auf internationalem Parkett hat Karl-Heinz Rummenigge nun auch einen großen Erfolg für den FC Bayern und die anderen europäischen Profi-Klubs errungen.

Lange schon wurde hinter verschlossenen Türen verhandelt, am Montag in Zürich dann die Einigung: Die Vereinigung der europäischen Großklubs, die „G14“, wird aufgelöst, ebenso das europäische Klubform. „In Zürich sind denkwürdige Entscheidungen getroffen worden. Wir stehen vor einer harmonischen Zukunft“, sagte der Vorstandsvorsitzende des FCB einen Tag nach dem Gipfeltreffen in der Schweiz, bei dem sich FIFA, UEFA und die europäischen Spitzenklubs auf eine Absichtserklärung für eine bessere Zusammenarbeit verständigten.

Die Auflösung der G 14 ist verbunden mit beachtlichen Segnungen für die Klubs. So zahlt der europäische Dachverband UEFA für die Europameisterschaften in diesem Jahr in der Schweiz und Österreich sowie 2012 in Polen und der Ukraine insgesamt 100 Millionen Euro für die Abstellung von Nationalspielern an die Vereine. Das sind rund 4.000 Euro pro Spieler und Tag. Die FIFA wird für die Weltmeisterschaften in Südafrika (2010) und Brasilien (2014) 110 Millionen US Dollar an die Clubs zahlen. Bei der großen Anzahl an Nationalspielern, die der FC Bayern jeweils abstellen wird, ist dies natürlich ein faires Zusatzeinkommen für den Rekordmeister.

Neuer internationaler Spielkalender

„Das ist eine gute Lösung. Sie erfüllt unsere jahrelange Forderung, für die Bereitstellung der von uns bezahlten Spieler angemessen an den Einnahmen der Großveranstaltungen beteiligt zu werden. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung“, sagte Rummenigge. Neben den finanziellen Gaben sind weitere Zugeständnisse für die Klubs vorgesehen, die den sportlichen Bereich betreffen.

So wird der internationale Kalender für die sogenannten Doppelspieltage der Nationalmannschaften geändert. Bislang fanden die Spiele Samstag und Mittwoch statt. Künftig werden es der Samstag und Dienstag sein. Neben der Abstellungsgebühren ein weiterer Punkt, für den Rummenigge schon länger gekämpft hatte. Rummenigge: „Damit haben die Nationalspieler einen Tag Erholung mehr. Was vor allem bei Profis aus Südamerika wichtig ist. Sie stehen bei den Meisterschaftsspielen ausgeruhter auf dem Platz.“

Weitere Inhalte