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Rückennummer 35

Talent Breno stellt sich dem Konkurrenzkampf

Für Zé Roberto begann der erste Arbeitstag nach der Winterpause gleich mit einer Dreifachschicht. Neben den beiden Trainingseinheiten am Vor- und Nachmittag zeigte der Mittelfeld-Abräumer des FC Bayern am Montag auch abseits des grünen Rasens sein Können: Als Übersetzer für seinen Landsmann und FCB-Neuzugang Breno Vinicius Borges, kurz Breno, der nach seinem Wechsel vom brasilianischen Meister FC Sao Paulo nach München seine erste Übungseinheit absolvierte.

„Ich hatte einen sehr guten Eindruck“, ließ der 18 Jahre alte Innenverteidiger in der anschließenden Pressekonferenz über Zé Roberto ausrichten. Schon vor dem Training hatte ihm Zé bei einem langen Gespräch mit Trainer Ottmar Hitzfeld zur Seite gestanden und ihm die Philosophie des Rekordmeisters vermittelt.

Imponierende Video-Aufzeichnungen

„Breno ist ein junger Spieler, der jetzt zum ersten Mal in Europa bei einem großen Verein ist, das spürt man auch“, sagte Hitzfeld, der nach der ersten Trainingseinheit noch nicht viel sagen konnte über den talentierten Abwehrspieler. „Ich muss ihn im Trainingslager erstmal richtig kennen lernen, und wie er sich in internen Duellen gegen Spieler wie Miroslav Klose und Luca Toni behauptet. Dann sieht man, welche Klasse er letzten Endes haben wird.“

Video-Aufzeichnungen von Breno aus Sao Paulo bezeichnete Hitzfeld jedoch als „sehr imponierend, was sein Stellungsspiel, seine Kopfballstärke und sein Zweikampfverhalten angeht.“ Darum wagte er die Prognose: „Ich bin überzeugt, dass er ein großer Spieler wird. Da wird Bayern in Zukunft noch sehr viel Freude an ihm haben.“

Lucio und Zé Roberto als Helfer

Dem stimmte auch Zé Roberto zu: „Breno hat großes Potenzial“, attestierte der 33-Jährige seinem beinahe halb so alten Landsmann. Er und auch Abwehrchef Lucio werden dem Kapitän der brasilianischen Olympia-Auswahl in der Eingewöhnungsphase mit Rat und Tat zur Seite stehen. „Wenn er Hilfe braucht, dann sind wir da.“ Wichtig sei in erster Linie, „so schnell wie möglich“ Deutsch zu lernen.

Doch Breno ist nicht alleine in München: Mit seiner ganzen Familie hat der Innenverteidiger, der seit seinem 12. Lebensjahr für seinen „Lieblingsklub“ FC Sao Paulo gespielt hat und beim FCB künftig die Rückennummer 35 tragen wird, den Sprung über den Atlantik in die bayrische Landeshauptstadt gewagr. Noch wohnen sie gemeinsam im Hotel, die Suche nach einem passenden Domizil läuft aber auf Hochtouren.

Brasilianer mit Siegermentalität

Auch das nasskalte Winterwetter am Montag bereitete dem jungen Brasilianer keine Probleme. Bei Dauerregen und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt trug Breno weder Mütze noch Handschuhe. „Die Kälte ist nicht so schlimm, ich habe mit dem Wetter kein großes Problem“, versicherte er. Und sein Vater ergänzte, fast schon untypisch für einen Brasilianer: „Wir bevorzugen es, wenn es nicht so warm ist.“

Einziges Problem blieb damit eine kleine Blessur, die Breno noch aus dem Saisonfinale in Brasilien plagt und wegen der er das Vormittagstraining etwas früher beenden musste als die Kollegen. Seinen Ambitionen tat dies jedoch keinen Abbruch: „Ich möchte mich schnell eingewöhnen, um meinen Platz in der Mannschaft kämpfen, Titel gewinnen und erfolgreich sein.“ Ein Brasilianer mit Siegermentalität - willkommen beim FC Bayern!

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