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Sieg ist Pflicht

Bayern ohne Ribéry gegen Aberdeen

Ohne Franck Ribéry, aber mit großem Selbstvertrauen und dem Wissen um die eigene Stärke geht der FC Bayern in eine fast schon vorentscheidende Phase im Tanz auf drei Hochzeiten. Zwar muss der Rekordmeister auch im Sechzehntelfinalrückspiel des UEFA-Pokals gegen den FC Aberdeen am Donnerstagabend (ab 18.30 Uhr im FCB-Liveticker und im Webradio bei FCB.tv) auf Ribéry verzichten, dennoch blickt man zuversichtlich auf den kleinen Zwischensprint mit drei Spielen in allen drei Wettbewerben innerhalb von nur sieben Tagen.

„Franck wird eventuell am Freitag mit der Mannschaft trainieren. Wenn das der Fall ist und er auch mit dem Ball Zweikämpfe bestreiten kann, dann wird er ein Thema für Sonntag“, schloss Ottmar Hitzfeld einen Einsatz des französischen Ballkünstlers gegen Aberdeen aus. Drei Tage nach dem Duell mit dem schottischen Traditionsklub steht am Sonntag das Bundesliga-Spitzenspiel gegen den Hamburger SV auf dem Programm, weitere drei Tage später geht es im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen den Lokalrivalen TSV 1860 München.

Ein Sieg ist Pflicht

Zunächst einmal gilt es aber für die Mannschaft von Trainer Ottmar Hitzfeld, im internationalen Wettbewerb nach dem 2:2-Unentschieden vor einer Woche in Aberdeen den Achtelfinal-Einzug perfekt zu machen. „Wir sind der Favorit und wir wollen das Finale erreichen, insofern ist ein Sieg Pflicht“, gab Hitzfeld die Zielsetzung für die Partie gegen den Tabellen-Achten der schottischen Premier League aus.

„Die Ausgangsposition ist schon gut, man darf es aber nicht auf die leicht Schulter nehmen“, forderte der wieder erstarkte Bastian Schweinsteiger volle Konzentration für das Spiel gegen die „Dons“. „Man hat im Hinspiel gesehen, dass die Mannschaft durchaus in der Lage ist, mitzuhalten. Aber wenn wir unsere Qualitäten durchsetzen, werden wir auch gewinnen“, so der Nationalspieler weiter.

Nicht ruhig in den Stuhl setzen

Auch Mark van Bommel und Willy Sagnol warnten davor, das Spiel angesichts der beiden Auswärtstore von Miroslav Klose und Hamit Altintop auf die leichte Schulter zu nehmen. „Zwei Auswärtstore immer ein Vorteil, aber wir müssen das Spiel angehen wie ein 0:0 und alles machen, um ein frühes Tor zu schießen. Dann können wir ein ruhiges Spiel haben“, meinte Sagnol. Und Van Bommel ergänzte: „Wir können uns nicht ruhig in den Stuhl setzen und das Spiel gewinnen.“

Das sieht auch Mannschaftskapitän Oliver Kahn so. „Die topmotivierten Gegner wollen nur eins: Den großen FC Bayern aus dem Wettbewerb rausschmeißen, aber nichtsdestotrotz müssen wir am Donnerstag weiterkommen“, verlangte der im Hinspiel noch krank fehlende Torhüter von seiner Mannschaft den Einzug in das Achtelfinale.

Fragezeichen hinter Schweinsteiger

Neben Ribéry müssen die Münchner auch auf Martin Demichelis verzichten, der sich im Hinspiel einen Muskelfaserriss in der Wade zugezogen hatte. Zudem ist das Mitwirke von Schweinsteiger wegen dessen anhaltender Wadenproblemen fraglich. Beim Abschlusstraining wurde der Nationalspieler geschont, erst am Spieltag soll über seinen Einsatz entschieden werden. Klar ist, dass „Dauerbrenner“ Zé Roberto eine Pause bekommt und gar nicht erst im Kader stehen wird.

Doch ganz gleich, wer gegen die kampfstarken und aggressiven Schotten spielen wird: der Einzug in die Runde der letzten 16 Mannschaften sollte für den FCB auch angesichts der verheerenden Auswärtsbilanz Aberdeens (noch kein Sieg auf deutschem Boden) machbar sein. Van Bommel: „Wir müssen aufpassen, aber normalerweise müssen wir das Spiel gewinnen.“


Das FCB-Aufgebot: Kahn, Rensing, Sagnol, Lucio, Van Buyten, Lell, Lahm, Jansen, Altintop, Ottl, Van Bommel, Sosa, Schweinsteiger, Kroos, Toni, Podolski, Klose, Schlaudraff

Es fehlen: Ribéry (Aufbautraining), Demichelis (Muskelfaserriss), Breno, Dreher, Fürstner, Zé Roberto (nicht berücksichtigt)

Schiedsrichter: Robert Malek (Polen)

Heimbilanz: 0 - 1 - 0; 0:0 Tore

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