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Hoeneß vor dem Gipfeltreffen

'Das ist ein besonderes Spiel für uns'

Wenn es seine knapp bemessene Zeit erlaubt, lässt sich Uli Hoeneß gerne in der Mannschaftskabine an der Säbener Straße blicken. Auch am Mittwochmorgen führte sein Weg ins Profihaus, auch, um das Neueste in Sachen Franck Ribéry zu erfahren. Dort erhielt der Manager die Auskunft, dass der Franzose am Sonntag im Spitzenspiel gegen Bremen definitiv nicht zur Verfügung steht. „Natürlich ist es eine Schwächung, wenn Franck nicht spielen kann. Aber es sollte nicht etwas sein, was uns völlig aus dem Rhythmus bringt“, sagte er anschließend im Gespräch mit fcbayern.de.

Das Interview mit Uli Hoeneß

fcbayern.de: Herr Hoeneß, die Fußball-Fans in Deutschland freuen sich schon auf das Spitzenspiel Bayern gegen Werder am Sonntag. Wie sieht es beim Manager des Rekordmeisters aus?
Uli Hoeneß: „Wir haben immer gesagt, dass wir in der Rückrunde eine gute Ausgangsposition haben, weil wir bis auf Schalke alle starken Gegner zuhause haben. Das ist schon ein besonderes Spiel für uns, zumal wir uns mit einem Sieg schon etwas von Bremen absetzen können. Wer hätte schon gedacht, dass wir vor diesem Spiel drei Punkte vor Werder liegen würden?“

fcbayern.de: Waren Sie sehr überrascht, dass die Bremer am letzten Spieltag gegen Bochum Federn gelassen haben?
Hoeneß: „Ja, damit konnte doch wirklich keiner rechnen. Aber nach einer Winterpause weiß man nie so genau, wo man steht. Dass die Niederlage der Bremer durch dieses klare Abseitstor eingeleitet wurde, war natürlich sehr unglücklich.“

fcbayern.de: Da müssten sie ja im Nachhinein noch zufriedener gewesen sein mit dem knappen Bayern-Sieg am Freitag in Rostock?
Hoeneß: „Das ist so ein neuer Trend: Bayern muss immer mit 6:0 gewinnen. Früher waren wir froh, wenn wir auswärts gewonnen haben, da haben wir Champagner auf dem Rückflug gekauft. Jetzt müssen wir uns permanent rechtfertigen. Ich finde, wir haben in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt. Leider haben wir es versäumt, das dritte Tor zu machen. Und dann fällt das 1:2. Die 30.000 im Stadion erwachen, die Rostocker kämpfen wie die Wahnsinnigen und hauen die Bälle nur noch vorne rein. Dazu kommt der schlechte Platz, der starke Wind - da ist es doch klar, dass man unter Druck gerät. Wir haben zwanzig Minuten nicht gut gespielt, die letzte Viertelstunde fand ich es dann wieder okay.“

fcbayern.de: Wie in der zweiten Hälfte in Rostock wird Franck Ribéry auch gegen Bremen nicht spielen können. Wie schwer wiegt dieser Ausfall?
Hoeneß: „Dass Franck für uns ein extrem wichtiger Spieler ist, wissen wir. Aber wenn man die ganze Woche weiß, dass er nicht spielt, können sich der Trainer und die Mannschaft ganz gut darauf einstellen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht ein so großes Problem sein wird, als wenn er eine Halbzeit spielt und dann nicht weitermachen kann.“

fcbayern.de: Sie glauben also, dass Francks Ausfall für den FCB zu kompensieren ist?
Hoeneß: „Klar: Wenn es nicht auffallen würde, hätten wir nicht 25 Millionen Euro zahlen sollen. Und natürlich ist es eine Schwächung, wenn Franck nicht spielen kann. Aber es sollte nicht etwas sein, was uns völlig aus dem Rhythmus bringt. Wir haben Schweinsteiger, Altintop, Kroos - wir haben so viele Spieler, die auf Ribérys Position spielen können. Ich sehe kein allzu großes Problem auf uns zukommen.“

Das Gespräch führte: Dirk Hauser

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