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'Nahe am Optimum'

Die Automatismen greifen

Schritt für Schritt dem Titel entgegen. Dank einer Gala-Vorstellung von Luca Toni und einem coolen und abgeklärten Auftritt der gesamten Mannschaft hat der FC Bayern auch nach dem 20. Spieltag seine Spitzenposition in der Bundesliga behauptet und seine Favoritenstellung auf den Gewinn der 21. deutschen Meisterschaft eindrucksvoll untermauert.

„Wir haben heute ein absolutes Ausrufezeichen gesetzt“, sagte Bayern-Kapitän Oliver Kahn nach dem deutlichen 3:0 (0:0)-Erfolg bei Hannover 96. „ Ich glaube, wir haben heute taktisch eines der besten Spiele in der Saison gemacht“, freute sich der über 90 Minuten kaum beschäftigte Torhüter über eine „Mannschaftsleistung par excellence. Ich hatte nie das Gefühl, das irgendetwas anbrennt.“

Im Stile einer Klassemannschaft

Tatsächlich präsentierte sich der Rekordmeister vor 49.000 Zuschauern in der ausverkauften AWD-Arena über weite Strecken der Partie im Stile einer Klassemannschaft. „Wir haben sehr gut und kompakt gestanden, haben wenig Torchancen zugelassen, sehr konzentriert und diszipliniert gespielt“, analysierte Kahn. „So wie wir heute gespielt haben, war das schon sehr nahe am Optimum.“

Auch Trainer Ottmar Hitzfeld war nach dem siebten Auswärtssieg in der laufenden Spielzeit, mit dem seine Mannschaft den Drei-Punkte-Vorsprung auf den ebenfalls siegreichen Verfolger Werder Bremen behauptet hat, zufrieden. „Wir haben das Spiel nicht so gut begonnen und wurden von Hannover in die Defensive gedrängt. Ab der 20. Minute aber haben wir ein gutes Spiel gemacht. Da waren wir gut organisiert und waren dann auch sehr entschlossen.“

Unbedingt zu Null

Anders als noch im UEFA-Pokal-Hinspiel beim FC Aberdeen am letzten Donnerstag zeigte die Defensivabteilung des Tabellenführers eine sehr konzentrierte Leistung. Die Gastgeber begannen zwar sehr engagiert, laufstark und störten die Münchner schon früh im Spielaufbau, doch in echte Gefahr kam das von Kahn gehütete Tor nicht ein einziges Mal. „Wir wollten unbedingt zu Null spielen“, meinte Daniel van Buyten, der anstelle des verletzten Martin Demichelis in die Innenverteidigung rückte.

Und während hinten nichts anbrannte, sorgte vorne Luca Toni (58. Minute, 64., 82.) mit seinen Saisontreffern elf bis 13 für den auch in dieser Höhe verdienten Erfolg der Gäste. „Wenn jemand drei Tore erzielt, ist das auch ein Verdienst der ganzen Mannschaft“, gab sich der Matchwinner nach der Partie zurückhaltend. „Ich freue mich in erster Linie über den Sieg“, so der Weltmeister weiter.

Die Automatismen greifen

Bei seinem ersten Bundesliga-Hattrick, zugleich der erste des FC Bayern seit fast 20 Jahren, profitierte Toni von den genauen Zuspielen Mark van Bommels und des immer besser in Form kommenden Bastian Schweinsteigers, der den 30 Jahre alten Torjäger gleich zwei Mal mustergültig in Szene setzte. „Er hat dem Spiel seinen Stempel aufgedrückt“, lobte Uli Hoeneß nach dem Schlusspfiff das zuletzt in der Öffentlichkeit viel gescholtene Bayern-Eigengewächs.

Aber auch mit dem Rest der Mannschaft war Hoeneß nach einem „sehr wichtigen“ Spiel mehr als zufrieden „Es war eine Frage der Zeit, bis die Automatismen greifen. Jetzt sieht man, dass es langsam besser wird“, meinte der Bayern-Manager. Am kommenden Wochenende im Spitzenspiel gegen den Hamburger SV können die Münchner dann noch einen draufsetzen.

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