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'Da entsteht was'

Ein Fußballfest vor der 'Hammerwoche'

Vor dem Spiel wurde den Medienvertretern im Presseclub der Allianz Arena die neue „FC Bayern Fruchtgummi“ Kollektion gereicht. Es gab rote und weiße Gummibärchen und als besonderen Clou die „Meistermischung“ mit Nachbildungen der Meisterschale und des DFB-Cups zum Naschen. Sicherlich wäre es nicht verkehrt, wenn der Hersteller schon bald auch den UEFA-Cup-Fruchtgummi in sein Sortiment aufnehmen würde, denn dem Sieg in diesem internationalen Wettbewerb ist der FC Bayern seit Donnerstagabend wieder einen Schritt näher gekommen.

„Ich mit dem Spiel, dem Spielverlauf, der Spielweise und dem Ergebnis sehr zufrieden“, sagte Ottmar Hitzfeld bei der Pressekonferenz nach dem souveränen 5:1(2:0)-Sieg gegen den FC Aberdeen und den Einzug seiner Mannschaft in das Achtelfinale des UEFA-Cups. Wenig später sah man den Bayern-Coach gelöst wie lange nicht mehr durch die Katakomben der Allianz Arena schlendern.

Calderwood erlebte Lehrstunde für Aberdeen

Hitzfeld war an diesem Abend garantiert nicht der Einzige, der zufrieden den Heimweg angetreten hat. „Es war ein Spiel, das die Zuschauer begeistert hat. Beide Mannschaften haben offensiv gespielt“, sagte Manager Uli Hoeneß. Fünf Tore von Lucio (12.), Daniel van Buyten (36.), Lukas Podolski (71., 77.) und Mark van Bommel (85.) und dazu mindestens ein Dutzend weiterer guter Angriffsaktion sahen die über 60.000 Bayern-Fans an diesem Abend von ihrer Mannschaft. „Es war ein richtiges Fest für die Zuschauer“, freute sich Hoeneß.

Aber auch die knapp 6.000 schottischen Schlachtenbummler in der ausverkauften Fröttmaninger Arena ließen sich durch die Klatsche für ihre Mannschaft die Party-Stimmung nicht vermiesen und bejubelten lautstark den Ehrentreffer von Stephen Lovell (83.). „Das war heute eine Lehrstunde für uns gegen eine sehr gute Bayern-Mannschaft“, sagte Aberdeens Coach Jimmy Calderwood nach dem UEFA-Cup-Aus für die „Dons“ und betonte: „Für mich sind die Bayern einer der Topfavoriten auf den Titel.“

HSV, 60, S04 und dann Anderlecht

Nicht nur wegen des letztendlich klaren Weiterkommens gegen die Schotten - beim Hinspiel vor einer Woche hatten Calderwoords Mannen noch ein 2:2 erkämpft - dürften die Bayern auch im Achtelfinale gegen den RSV Anderlecht als Favorit ins Rennen gehen. Bevor der Rekordmeister am 6. März in Anderlecht und dann drei Tage später in München auf den belgischen Meister trifft, stehen einige andere äußerst diffizile Aufgaben auf dem Programm.

„Jetzt haben wir am Sonntag ein wichtiges Spiel gegen den HSV, und dann wollen wir am Mittwoch endlich mal die 60er schlagen“, sagte Hoeneß. Schon drei Tage nach dem Pokal-Derby gegen die Löwen folgt der Bundesliga-Hit gegen den FC Schalke 04. „Das wird eine interessante Woche für uns“, meinte Willy Sagnol vor diesen sicherlich wegweisenden Partien.

Hoeneß sieht was zusammenwachsen

Und in diese werden die Bayern nach dem jüngsten Siegen in Hannover und gegen Aberdeen mit viel Rückenwind gehen. „Man hat heute gemerkt, dass die drei Tore in Hannover der Mannschaft gut getan haben. Das Selbstvertrauen ist größer geworden, das spielerische Verständnis untereinander wächst“, analysierte Hoeneß. Hitzfeld hatte einige frische Kräfte in die Mannschaft rotiert, von denen besonders Doppeltorschütze Podolski nachhaltig auf sich aufmerksam machen konnte. „Wir haben starken Kader, jeder kann spielen", sagte Hitzfeld.

Hoeneß ist sich sicher, dass die neuformierte Mannschaft mit jeweils neun Zu- und Abgängen in den letzten Wochen immer besser zusammengewachsen ist: „In der zweiten Halbzeit in Hannover und heute über weite Strecken hat man gesehen, dass da was entsteht.“ Schließlich sollen in der Allianz Arena schon bald die echten Pokale zu bestainen sein und nicht nur die essbaren Miniaturausgaben aus fettfreien Fruchtgummi.

Für fcbayern.de berichtet: Dirk Hauser

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