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Gegen Mamas Willen

Hamit will gegen Halil gewinnen

Wenn am Samstag der FC Schalke 04 und der FC Bayern aufeinander treffen, wird Mama Altintop in einen emotionalen Zwiespalt geraten. Auf Seiten der „Königsblauen“ spielt nämlich ihr Sohn Halil und auf Seiten der „Roten“ dessen Zwillingsbruder Hamit. Für welchen ihrer beiden Zöglinge soll sie da nur die Daumen drücken? Ganz einfach: für beide.

„Unsere Mama sagt immer, dass wir 1:1 spielen sollen - mit einem Tor von meinem Bruder Halil und einem von mir“, berichtete Hamit am Freitag. Der im Sommer von Gelsenkirchen nach München gewechselte Türke möchte sich bei seiner Rückkehr in die Veltins-Arena aber nicht mit einer brüderlichen Punkteteilung zufrieden geben. „Ich habe andere Wünsche. Ich möchte ein Tor machen und gewinnen.“

Stammspieler Altintop

Knapp acht Monate trägt Hamit jetzt das Trikot des FC Bayern. Ablösefrei kam er im Sommer in die bayrische Landeshauptstadt, doch das sagt nichts über seinen Wert für den FC Bayern. Lediglich bei drei von 33 Pflichtspielen in der bisherigen Saison kam er nicht zum Einsatz, und da fehlte er verletzungsbedingt. „Ich wurde für meinen Mut, nach München zu wechseln, belohnt“, sagte der 25-Jährige.

Auch am Samstag wird Hamit zur Mannschaft gehören. Das hat Ottmar Hitzfeld („Hamit hat nach der Winterpause gute Spiele gemacht“) bereits angekündigt. Auch der Bayern-Coach weiß, dass Spieler gerade gegen ihren Ex-Klub besonders motiviert sein werden. „Das ist schon ein besonderes Spiel für mich“, gibt Altintop zu, um im gleichen Atemzug einzuschränken: „Aber letztendlich geht es auch nur um drei Punkte.“

Pfiffe? Hamit stellt auf Durchzug

Die möchte er mit dem FC Bayern aus seiner ehemaligen Heimspielstätte unbedingt entführen. Dass es Pfiffe gegen ihn geben wird von den Schalkern Fans, „das gehört doch dazu. Aber ich bin alt genug, das wird das eine Ohr reingehen und auf dem anderen wieder raus.“ Das Kapitel Schalke ist für ihn abgehakt. „Ich identifiziere mich zu 100 Prozent mit dem Verein“, sagte Hamit über den FC Bayern.

Als Ex-Schalker weiß er aber nur zu gut, was er und seine neue Mannschaft am Samstag zu erwarten haben. „Gegen Bayern musste der Trainer vorher nicht viel reden, da waren alle sowieso topmotiviert. Einige Spieler wachsen da über sich hinaus.“ Speziell seit dem Umzug in ihre neue Arena haben die Schalker den FCB meist mit leeren Händen auf die Heimreise geschickt. Bei sechs Spielen gab es nur zwei Punkte für die Bayern.

Altintops Faktoren gegen den Arena-Fluch

Von einem Arena-Fluch des FCB will der Ex-Schalker aber nichts wissen. „Ich freue mich auf das Spiel - und die drei Punkte“, sagte Altintop selbstbewusst und nannte zwei Faktoren, die diesmal für den Rekordmeister sprechen: „Es ist das letzte Spiel von Oliver Kahn und das erste von mir mit Bayern dort.“ Mama Altintop hätte ausnahmsweise sicherlich nichts dagegen.

Für fcbayern.de berichtet: Dirk Hauser

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