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Fragen der Zeit

Kompliment an Klose, Geduld bei Sagnol

Seit Sonntag ist Luca Toni in aller Munde. Der FCB-Profi, dem beim 3:0-Sieg in Hannover ein historischer Hattrick gelungen war, ist der Mann der Stunde beim FC Bayern und füllt ganze Zeitungsseiten. Um seinen Sturmpartner Miroslav Klose hingegen, der seit dem achten Spieltag nur ein Bundesligator erzielt hat, ist es ruhig geworden - aber nur in der Öffentlichkeit. Im Kreis der Mannschaft ist der 29-Jährige nach wie vor eine unumstrittene Größe.

„Ich muss Miro ein großes Kompliment machen“, würdigte Mark van Bommel Kloses Leistung in Hannover, „jeder redet über Luca, aber was Miro gemacht hat, war noch wichtiger für die Mannschaft. Er hat viel gearbeitet und viele Bälle zurückerobert. Das sehen die meisten Beobachter gar nicht.“ Auch Bastian Schweinsteiger betonte: „Miro ist sehr wichtig für die Mannschaft. Er arbeitet extrem viel, nach vorne und hinten.“

Flaute in der Liga

Mit Engagement und Wille glänzt der deutsche Nationalstürmer derzeit, nur mit dem Toreschießen hapert es ein bisschen. Zwar war Klose bislang in 26 Pflichtspielen an 23 Toren beteiligt (17 Tore, 6 Vorlagen), doch in der Bundesliga hat er in den letzten zwölf Partien nur ein Tor erzielt.

Van Bommel ist überzeugt: „Wenn es nicht läuft, muss man kämpfen, dann kommt alles wieder von ganz allein.“ Genau an diese Vorgabe hält sich Klose jetzt. Dass er das Toreschießen nicht verlernt hat, hat er nach der Winterpause in Aberdeen und gegen Wuppertal mit drei Treffern bewiesen. Irgendwann wird mit Sicherheit auch der Knoten in der Bundesliga wieder platzen.

Sagnol: 'Brauche noch Zeit'

Geduld ist also gefragt, bei Klose genauso wie bei Willy Sagnol. In ein paar Wochen, Anfang April, jährt sich der Tag, an dem Letzterer eine schwere Knieverletzung erlitten hat. Erst seit Beginn der Rückrundenvorbereitung ist er wieder eine echte Alternative für Trainer Ottmar Hitzfeld, bis er wieder der „alte“ Willy Sagnol ist, wird es aber noch ein bisschen dauern.

„Ich brauche noch ein bisschen Zeit, um wieder volle Leistung bringen zu können“, meinte der 30 Jahre alte Franzose, der nach der Winterpause in vier von fünf Pflichtspielen in der Startaufstellung des FC Bayern stand. „Ich bin jetzt 13 Jahre Profi und habe viele Spieler gesehen, die nach einem Jahr Verletzung zwei, drei Monate Probleme hatten. Das ist normal.“ Alles eine Frage der Zeit.

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