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25. Bundesligator

Zé Roberto lässt Worten Taten folgen

Vergangenen Donnerstag noch hatte Zé Roberto in einem Interview mit dem Fachmagazin „kicker“ angekündigt, in der Rückrunde torgefährlicher werden zu wollen. Nur drei Tage später, im Spitzenspiel gegen Werder Bremen, ließ der Brasilianer seinen Worten Taten folgen: In der 32. Minute erzielte er sein drittes Saisontor und markierte damit den 1:1-Ausgleich gegen die Hanseaten.

Ein Treffer, der gleich in mehrfacher Hinsicht eine besondere Bedeutung für den 33-Jährigen hatte. Nicht nur, dass er mit seinem 25. Tor im 242. Bundesligaspiel seiner Mannschaft einen wichtigen Punkt im Titelrennen gesichert hat, es war zugleich auch Zé Robertos drittes Saisontor - so viele gelangen ihm in den Jahren zuvor nie in einer Spielzeit beim Rekordmeister. Und es war ein Tor mit seinem schwächeren rechten Fuß.

Nur zum Autofahren

„Ich dachte, meinen rechten Fuß habe ich nur zum Autofahren“, meinte Zé nach dem Spiel in den Katakomben der Allianz Arena scherzhaft über seinen Treffer, bei dem er Werder-Torhüter Tim Wiese den Ball gekonnt durch die Beine schob. „Aber heute hat es funktioniert mit einem sehr schönen Tor, das macht mich sehr zufrieden.“

Nicht nur wegen seines insgesamt achten Bundesligatreffers für den FCB gehörte Zé Roberto gegen Werder zu den auffälligsten Spielern im Bayern-Dress. Im defensiven Mittelfeld gewohnt einsatzfreudig und zweikampfstark, übernahm der 83-malige brasilianische Nationalspieler in Abwesenheit des verletzten Franck Ribéry auch im Offensivspiel mehr Verantwortung.

Vollstrecker und Vorbereiter

Dabei glänzte er nicht nur als Vollstrecker, mit fünf Torschüssen hatte er am Ende gemeinsam mit Hamit Altintop die meisten auf Bayern-Seite, sondern auch als Vorbereiter: Wie in der 76. Minute, als Luca Toni sein Zuspiel zum 2:1 ins Tor schoss, der Treffer aber wegen vermeintlicher Abseitsstellung zu Unrecht nicht anerkannt wurde. Schon beim Rückrundenauftakt vor einer Woche in Rostock hatte Zé Roberto in perfekter Manier das Tor von Ribéry vorbereitet.

„Ich bin schon ein bisschen traurig, dass wir nur 1:1 gespielt haben. Wir wollten diese Partie unbedingt gewinnen, haben es aber leider nicht geschafft“, zeigte sich Zé Roberto hinterher etwas enttäuscht über das Ergebnis eines „kampfbetontes Spiels“, in dem „beide Mannschaften diese drei Punkte gewinnen wollten.“ Nun müsse man „nach vorne schauen“, denn bereits am Donnerstag steht das nächste „schwere Spiel“ an. Vielleicht legt Zé Roberto ja dann noch mal nach.

Für fcbayern.de berichtet: Carsten Zimmermann

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